Von wegen Seitensprung: Ashley Madison bestätigt Chat-Bot-Einsatz
Im letzten Jahr hatte es rund um Ashley Madison Negativschlagzeilen gegeben, weil alle Nutzerdaten des selbst ernannten Seitensprung-Portals bei einem Hack öffentlich wurden. Jetzt gestehen die Macher ein, dass auf der Seite Bots eingesetzt werden, um Männer dazu zu bewegen, weiter für den angeblichen Service zu bezahlen.
Nachdem eine Journalistin in den im letzten Jahr gehackten Nutzerdaten Hinweise auf die weitreichende Nutzung von Bots entdeckt hatte, hat jetzt der Mutterkonzern "Avid Life Media" laut eigener Aussage "das Schweigen gebrochen" und die Praxis in einer Presseerklärung bestätigt. Wie heise berichtet, wurden demnach auf dem Portal Bots eingesetzt, um männlichen Mitgliedern vermeintlich interessierte Frauen vorzugaukeln. So sollten die Opfer vermutlich dazu bewegt werden, weiter für den Dienst zu bezahlen.
"Nach meinem Verständnis sind Bots in der Industrie weitverbreitet, aber sie werden bei Avid Life Media und Ashley Madison nicht länger verwendet", so der neu ernannte Konzern-Präsident James Millership. Ein unabhängiger Untersuchungsbericht soll demnach bestätigen können, dass das Unternehmen die Praxis in den USA 2014 und international 2015 eingestellt hat. Seitdem werde die Authentizität von weiblichen Mitgliedern überprüft.
Vom Bot bei der Stange gehalten
Die Negativschlagzeilen um das Seitensprung-Portal Ashley Madison reißen nicht ab. Nachdem Mitte letzten Jahres durch einen Hack alle Nutzerdaten des Dienstes öffentlich wurden und sich die Macher den Vorwurf gefallen lassen mussten, dass Millionen Männer auf der Plattform nur um wenige tausend Frauen buhlen würden, gibt es jetzt neue Meldungen zu zweifelhaften Machenschaften der Betreiber.Nachdem eine Journalistin in den im letzten Jahr gehackten Nutzerdaten Hinweise auf die weitreichende Nutzung von Bots entdeckt hatte, hat jetzt der Mutterkonzern "Avid Life Media" laut eigener Aussage "das Schweigen gebrochen" und die Praxis in einer Presseerklärung bestätigt. Wie heise berichtet, wurden demnach auf dem Portal Bots eingesetzt, um männlichen Mitgliedern vermeintlich interessierte Frauen vorzugaukeln. So sollten die Opfer vermutlich dazu bewegt werden, weiter für den Dienst zu bezahlen.
"Nach meinem Verständnis sind Bots in der Industrie weitverbreitet, aber sie werden bei Avid Life Media und Ashley Madison nicht länger verwendet", so der neu ernannte Konzern-Präsident James Millership. Ein unabhängiger Untersuchungsbericht soll demnach bestätigen können, dass das Unternehmen die Praxis in den USA 2014 und international 2015 eingestellt hat. Seitdem werde die Authentizität von weiblichen Mitgliedern überprüft.
Normale Industriepraxis
Für Beobachter und Kenner der Szene kommt das Geständnis der Ashley Madison-Macher wohl wenig überraschend. Beim deutschen Dating-Portal hatte der Einsatz von Chatbots und Fakeprofilen nach einer massiven Razzia vor Kurzem unter anderem zum unrühmlichen Abgang des Gründers geführt und wird wohl noch weitere Folgen haben. Ashley Madison ist sich laut der Pressemitteilung aber sicher, dass man das Vertrauen der Nutzer trotz der gravierenden Sicherheits-Probleme und des bewussten Täuschens wieder gewinnen werde.
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