"Wir schicken euch alles per Post":
Amazon droht jetzt hohe Strafe
Beim Online-Händler Amazon kann man fast alles kaufen. Und es wird fast alles in die Standard-Pakete verpackt und dem nächsten Paketdienst übergeben. Im Zweifelsfall gilt dies auch für gefährliche Stoffe. Dem Unternehmen droht daher nun eine Geldstrafe von hunderttausenden Dollar.
In einem Fall ging es um ein Produkt namens "Amazing Liquid Fire". Dabei handelt es sich schlicht um eine besonders wirksame Variante des bekannten Rohrfrei-Reinigers, mit der sich verstopfte Abflüsse im Handumdrehen von diversen Substanzen befreien lassen, die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben. Vor einiger Zeit schickte der Händler dieses in Form eines 3,8-Liter-Containers per Luftfracht zu einem Kunden, berichtete die ComputerWorld.
Während des Transports wurde der Behälter aber undicht. Im Zuge dessen seien insgesamt sechs Mitarbeiter des Logistikers UPS mit der Chemikalie in Kontakt gekommen, erlitten Verätzungen der Haut und mussten mit Spezialwaschmitteln behandelt werden. Nach Angaben der Bundesluftfahrtbehörde FAA sei das Produkt weder nach den Vorschriften verpackt gewesen, die für solche Gefahrgüter gelten, noch habe es eine entsprechende Kennzeichnung auf dem Paket gegeben. Gar nicht zu reden von den eigentlich auch vorgeschriebenen Hinweisen zum Verhalten bei Hautkontakt und Schulungen für den Umgang mit solchen Produkten für die Mitarbeiter.
Die Behörde will es nun nicht weiter bei Warnungen belassen. In einem Verfahren droht dem Unternehmen nun Verhängung einer Strafe in Höhe von 350.000 Dollar. Der Konzern hat jetzt einen Monat Zeit zu den Vorfällen Stellung zu nehmen und darzulegen, welche Maßnahmen getroffen wurden, um Wiederholungen zu vermeiden. Nur so ließe sich nun noch eine geringere Geldbuße erzielen.
Während des Transports wurde der Behälter aber undicht. Im Zuge dessen seien insgesamt sechs Mitarbeiter des Logistikers UPS mit der Chemikalie in Kontakt gekommen, erlitten Verätzungen der Haut und mussten mit Spezialwaschmitteln behandelt werden. Nach Angaben der Bundesluftfahrtbehörde FAA sei das Produkt weder nach den Vorschriften verpackt gewesen, die für solche Gefahrgüter gelten, noch habe es eine entsprechende Kennzeichnung auf dem Paket gegeben. Gar nicht zu reden von den eigentlich auch vorgeschriebenen Hinweisen zum Verhalten bei Hautkontakt und Schulungen für den Umgang mit solchen Produkten für die Mitarbeiter.
Kein Einzelfall
Der beschriebene Vorfall ereignete sich bereits im Jahr 2014, war allerdings kein Einzelfall. "Bei Amazon wurde schon eine ganze Reihe von Verstößen gegen die Gefahrgut-Richtlinien vermerkt", teilte die FAA mit. Im Zeitraum zwischen dem Februar 2013 und dem September 2015 gibt es bereits 24 weitere Akteneinträge.Die Behörde will es nun nicht weiter bei Warnungen belassen. In einem Verfahren droht dem Unternehmen nun Verhängung einer Strafe in Höhe von 350.000 Dollar. Der Konzern hat jetzt einen Monat Zeit zu den Vorfällen Stellung zu nehmen und darzulegen, welche Maßnahmen getroffen wurden, um Wiederholungen zu vermeiden. Nur so ließe sich nun noch eine geringere Geldbuße erzielen.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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