Android: Erster Prozess wegen illegalem App-Vertrieb vor dem Ende
Kaum begann Googles Android-Plattform eine größere Verbreitung zu finden, waren natürlich auch jene nicht fern, die von der Arbeit anderer profitieren wollten. Jetzt nähert sich der wohl erste größere Prozess wegen des Vertriebs illegaler Kopien von Apps für das System seinem Ende.
Angeklagt sind dabei zwei Männer aus den USA. Diesen wurde vorgeworfen, die Portale Applanet und SnappzMarket betrieben zu haben. Auf beiden wurden den Nutzern kommerzielle Android-Apps zum Gratis-Download angeboten. Entsprechende Genehmigungen der Entwickler lagen natürlich nicht vor. Die Betreiber freuten sich über viele Besucher und verdienten an geschalteten Werbeanzeigen.
Applanet existierte im Zeitraum von 2010 bis 2012. Dann wurde die Domain von den Behörden beschlagnahmt und die Seite stillgelegt. Bis dahin summierten sich die Downloads Schätzungen zufolge auf einen Gegenwert von 17 Millionen Dollar. Parallel gelang es den Strafverfolgern auch SnappzMarket zu schließen, wo ein vermeintlicher Schaden von 1,7 Millionen Dollar beziffert wurde. Vorausgesetzt natürlich, jeder Download hätte ohne den Betrieb der Seiten zu einem Kauf auf offiziellen Plattformen geführt.
Es dauerte einige Zeit, bis das eigentliche Verfahren vor Gericht begann. Doch nun liefen seit einiger Zeit die Sitzungen und bereits im Januar bekannte sich der erste Applanet-Betreiber für schuldig. Nun gab auch sein Komplize eine entsprechende Erklärung ab. Mit einem Urteil, das auch das Strafmaß umfasst, wird nun für den 1. August gerechnet.
Applanet existierte im Zeitraum von 2010 bis 2012. Dann wurde die Domain von den Behörden beschlagnahmt und die Seite stillgelegt. Bis dahin summierten sich die Downloads Schätzungen zufolge auf einen Gegenwert von 17 Millionen Dollar. Parallel gelang es den Strafverfolgern auch SnappzMarket zu schließen, wo ein vermeintlicher Schaden von 1,7 Millionen Dollar beziffert wurde. Vorausgesetzt natürlich, jeder Download hätte ohne den Betrieb der Seiten zu einem Kauf auf offiziellen Plattformen geführt.
Drei Plattformen stillgelegt
Im Zuge der damaligen Ermittlungen gingen die Behörden nicht nur gegen die beiden genannten Plattformen, sondern auch gegen AppBucket vor, hinter der andere Betreiber standen. Es handelte sich um die ersten Fälle, in denen die Arbeit der Polizei sich gegen Warez-Seiten richtete, die sich auf Mobile-Anwendungen spezialisiert hatten.Es dauerte einige Zeit, bis das eigentliche Verfahren vor Gericht begann. Doch nun liefen seit einiger Zeit die Sitzungen und bereits im Januar bekannte sich der erste Applanet-Betreiber für schuldig. Nun gab auch sein Komplize eine entsprechende Erklärung ab. Mit einem Urteil, das auch das Strafmaß umfasst, wird nun für den 1. August gerechnet.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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