Sharp-Übernahme durch Foxconn auf der Kippe - es geht um Altschulden
Das rettende Ufer scheint für den angeschlagenen japanischen Elektronikkonzern Sharp wieder in weiterer Ferne. Nach den Meldungen zu dem unterzeichnungsfähigen Übernahmeangebot des Auftragsfertigers Foxconn kommt nun die schlechte Nachricht, dass der Konzern bisher unbekannte Schulden in Höhe von mehreren Milliarden US-Dollar der Japaner nicht übernehmen will.
Laut dem Bericht des Wall Street Journals werden nun die erst kürzlich gemachten Zusagen von Sharp damit wieder in Frage gestellt. Sharp hatte bekannt gegeben, dass man bereit sei, das Übernahmeangebot von Foxconn in Höhe von rund sechs Milliarden US-Dollar zu akzeptieren. Der Konzernvorstand von Sharp hatte heute das Angebot einstimmig angenommen. Doch nun nimmt Foxconn Abstand.
Siehe auch: Displays & mehr: Foxconn arbeitet an Milliarden-Übernahme von Sharp
Experten halten es für unwahrscheinlich, dass Foxconn komplett abspringen wird, aber das Übernahmeangebot wird sicherlich deutlich nach unten korrigiert. Foxconn-Chef und Gründer Terry Gou soll schon seit fast fünf Jahren mit Sharp im Gespräch sein und dringt seither auf die Übernahme. Für Foxconn wäre der Deal eine sehr gute Absicherung für die Auftragslage von Apples iPhone. Das aktuelle Angebot über sechs Milliarden US-Dollar bezog sich auf zwei Drittel der Sharp-Anteile, womit Foxconn als gesicherter Hauptaktionär über das Unternehmen bestimmen könnte.
Die Abwicklung der Übernahme rutscht damit nun zunächst in unbekannte Ferne. Beide Unternehmen waren laut Wall Street Journal nicht zu einem Kommentar zu der Sache bereit.
Milliardenschwere Altschulden
Wie es heißt, begründet Foxconn seinen Rückzug mit milliardenschweren Schulden, die Sharp bislang verschwiegen haben soll und zu denen Foxconn noch keine genauen Details vorliegen hat. Damit muss das Geschäft erst einmal neu bewertet werden.Siehe auch: Displays & mehr: Foxconn arbeitet an Milliarden-Übernahme von Sharp
Experten halten es für unwahrscheinlich, dass Foxconn komplett abspringen wird, aber das Übernahmeangebot wird sicherlich deutlich nach unten korrigiert. Foxconn-Chef und Gründer Terry Gou soll schon seit fast fünf Jahren mit Sharp im Gespräch sein und dringt seither auf die Übernahme. Für Foxconn wäre der Deal eine sehr gute Absicherung für die Auftragslage von Apples iPhone. Das aktuelle Angebot über sechs Milliarden US-Dollar bezog sich auf zwei Drittel der Sharp-Anteile, womit Foxconn als gesicherter Hauptaktionär über das Unternehmen bestimmen könnte.
Aktie sackt ab
Nach dem Bekanntwerden der neuen Schulden und des zögerlichen Verhaltens von Foxconn rutschte die Sharp-Aktie erneut ab - und zwar gleich um satte 18 Prozent. Für Foxconn könnte sich das wiederum in ein gutes Geschäft verwandeln, denn Sharp steht damit nun noch mehr unter Druck.Die Abwicklung der Übernahme rutscht damit nun zunächst in unbekannte Ferne. Beide Unternehmen waren laut Wall Street Journal nicht zu einem Kommentar zu der Sache bereit.
Thema:
Foxconns Aktienkurs in Euro
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