Android-Handys sind für LG & Co. Marketing und kein Geschäft
Die aktuelle Runde von veröffentlichen Quartalsbilanzen zeigt hinsichtlich des Smartphone-Marktes in wirtschaftlicher Hinsicht vor allem eine Stagnation. Mit Android-Geräten wird kein Geld verdient. Die Frage ist also, warum dann überhaupt noch jemand solche produziert.
Der Kollege Vlad Savov vom US-Magazin The Verge hat versucht eine Antwort zu finden und konnte verschiedene Motivationen ausmachen. Diese sind jeweils gut nachvollziehbar und funktionieren mal mehr, mal weniger gut. Und bei allen stellt sich zumindest längerfristig die Frage, wie lange ein Unternehmen ein Verlustgeschäft betreiben will, um daraus resultierende positive Seiteneffekte mitzunehmen.
Laut Savov sind Android-Smartphones für einige größere Hersteller vor allem Aushängeschilder und Marketing-Instrumente. Das beste Beispiel hierfür sei LG. Die Südkoreaner verdienen mit ihren Mobiltelefonen im Grunde kein Geld. Allerdings stellen die Geräte perfekte Ausstellungsstücke dar, mit denen die verschiedenen intern produzierten Komponenten im Einsatz gezeigt werden können.
Das eigentliche Geschäft geht dann los, wenn sich diese bewähren und anschließend an andere Smartphone-Hersteller verkauft werden können. LG Chem liefert dann Akkus, LG Display die Bildschirme und auch andere Bauteile kann das Unternehmen bereitstellen. Ähnlich sieht es bei Sony aus, wo die Xperia-Smartphones vor allem eine gelungene Demonstration für die Ingenieure des Konzerns darstellen.
Hinzu kommt bei solchen Anbietern das Smartphone als wichtiger Bestandteil eines ganzen Ökosystems. Bei LG runden die Geräte die Palette von Smart-TVs, Heimvernetzungs-Systemen und Car-Entertainment erst sinnvoll ab und wären kaum wegzudenken. Ähnlich sieht es bei Sony aus. Weniger gut funktionierte der Ökosystem-Ansatz hingegen bei Amazon, wo das Fire Phone den Zugangspunkt zum Ökosystem des Waren- und Inhalte-Verkaufs bilden sollte. Der Handels-Konzern hat entsprechende Konsequenzen gezogen und sich erst einmal wieder vom Markt verabschiedet.
Außerhalb Chinas gibt es daher im Grunde kaum noch einen nennenswerten Hersteller von Android-Smartphones, bei dem die Geräte eigentlich das Kerngeschäft darstellen sollen. Mit Ausnahme von HTC - und hier steht die Frage, wie lange noch. Und es bleibt abzuwarten, ob nicht auch in China, wo der Preiskampf zwischen den Anbietern nicht weniger hart ist, schon bald die ersten wieder Abschied von dem Geschäft nehmen.
Den Grund dafür, dass quasi alle mit Android die gleiche Plattform verwenden und so vieles in einem Einheitsbrei versinkt, liegt nach (begründeter) Auffassung Savovs in den mangelnden Alternativen - denn es gibt schlicht kein anderes System, das halbwegs konkurrenzfähig wäre. Apple rückt sein iOS immerhin nicht raus und Microsoft hängt so weit hinterher, dass man die eigene Software für den Mobile-Bereich quasi komplett auf iOS und Android bringt, um im schlimmsten Fall nicht vollständig auf der Strecke zu bleiben.
Laut Savov sind Android-Smartphones für einige größere Hersteller vor allem Aushängeschilder und Marketing-Instrumente. Das beste Beispiel hierfür sei LG. Die Südkoreaner verdienen mit ihren Mobiltelefonen im Grunde kein Geld. Allerdings stellen die Geräte perfekte Ausstellungsstücke dar, mit denen die verschiedenen intern produzierten Komponenten im Einsatz gezeigt werden können.
Das eigentliche Geschäft geht dann los, wenn sich diese bewähren und anschließend an andere Smartphone-Hersteller verkauft werden können. LG Chem liefert dann Akkus, LG Display die Bildschirme und auch andere Bauteile kann das Unternehmen bereitstellen. Ähnlich sieht es bei Sony aus, wo die Xperia-Smartphones vor allem eine gelungene Demonstration für die Ingenieure des Konzerns darstellen.
Hinzu kommt bei solchen Anbietern das Smartphone als wichtiger Bestandteil eines ganzen Ökosystems. Bei LG runden die Geräte die Palette von Smart-TVs, Heimvernetzungs-Systemen und Car-Entertainment erst sinnvoll ab und wären kaum wegzudenken. Ähnlich sieht es bei Sony aus. Weniger gut funktionierte der Ökosystem-Ansatz hingegen bei Amazon, wo das Fire Phone den Zugangspunkt zum Ökosystem des Waren- und Inhalte-Verkaufs bilden sollte. Der Handels-Konzern hat entsprechende Konsequenzen gezogen und sich erst einmal wieder vom Markt verabschiedet.
Außerhalb Chinas gibt es daher im Grunde kaum noch einen nennenswerten Hersteller von Android-Smartphones, bei dem die Geräte eigentlich das Kerngeschäft darstellen sollen. Mit Ausnahme von HTC - und hier steht die Frage, wie lange noch. Und es bleibt abzuwarten, ob nicht auch in China, wo der Preiskampf zwischen den Anbietern nicht weniger hart ist, schon bald die ersten wieder Abschied von dem Geschäft nehmen.
Den Grund dafür, dass quasi alle mit Android die gleiche Plattform verwenden und so vieles in einem Einheitsbrei versinkt, liegt nach (begründeter) Auffassung Savovs in den mangelnden Alternativen - denn es gibt schlicht kein anderes System, das halbwegs konkurrenzfähig wäre. Apple rückt sein iOS immerhin nicht raus und Microsoft hängt so weit hinterher, dass man die eigene Software für den Mobile-Bereich quasi komplett auf iOS und Android bringt, um im schlimmsten Fall nicht vollständig auf der Strecke zu bleiben.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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