Erstmals öffentlich: Google zahlt Apple 1 Mrd. für Suche auf iOS
Laut Medienbericht ist jetzt erstmals öffentlich geworden, was Google an Apple bezahlt, um weiter auf iOS-Geräten als Standardsuche voreingestellt zu sein. Wie ein Gerichtsprotokoll verrät, hat der iPhone-Hersteller 2014 1 Milliarde Dollar als Anteil an Werbeeinnahmen erhalten.
In dem seit 2010 andauernden Urheberrechtsprozess zwischen Google und Oracle hat demnach Annette Hurst, die Vertreterin des klagenden Java-Entwicklers, vor Gericht einen in der Prozessvorbereitung befragten "Google-Zeugen" zitiert. Dieser soll von einem "Umsatzanteil von 34 Prozent" berichtet haben, auf den sich Google und Apple "zu einem gewissen Zeitpunkt" geeinigt hätten. Das Protokoll gibt dabei keine Auskunft darüber, welche Anteile hier welchem Unternehmen zugerechnet werden müssen. Im Jahr 2014 soll Apple aber rund 1 Milliarde Dollar von dem Geld erhalten haben, das Google mit Suchwerbung unter iOS verdient.
"Die spezifischen finanziellen Bedingungen von Googles Vereinbarung mit Apple sind für beide Unternehmen hochsensibel" so Google in dem am 20. Januar eingereichten Antrag. "Sowohl Apple als auch Google haben diese Information immer extrem vertraulich behandelt." Wie Bloomberg schreibt, ist das Protokoll mittlerweile aus den elektronisch hinterlegten Gerichtsunterlagen verschwunden. Aktuell gäbe es aber keine Anzeichen, dass der Richter dem Antrag Googles nachgekommen sei.
Zahlen, um weiter suchen zu dürfen
Schon seit Jahren wird darüber spekuliert, was Google an Apple bezahlt, um weiter auf dem iPhone und iPad standardmäßig als Suchmaschine voreingestellt zu sein. Bisher haben es die beiden Unternehmen aber wie üblich vermieden, öffentlich über die getroffenen Vereinbarungen zu sprechen. Jetzt sorgt laut dem Bericht von Bloomberg ein Gerichtsprotokoll dafür, dass erstmals Details zu dem bisher streng geheimen Deal der beiden IT-Riesen bekannt werden.In dem seit 2010 andauernden Urheberrechtsprozess zwischen Google und Oracle hat demnach Annette Hurst, die Vertreterin des klagenden Java-Entwicklers, vor Gericht einen in der Prozessvorbereitung befragten "Google-Zeugen" zitiert. Dieser soll von einem "Umsatzanteil von 34 Prozent" berichtet haben, auf den sich Google und Apple "zu einem gewissen Zeitpunkt" geeinigt hätten. Das Protokoll gibt dabei keine Auskunft darüber, welche Anteile hier welchem Unternehmen zugerechnet werden müssen. Im Jahr 2014 soll Apple aber rund 1 Milliarde Dollar von dem Geld erhalten haben, das Google mit Suchwerbung unter iOS verdient.
Google fordert Stillschweigen
Ein Anwalt von Google versuchte laut dem Protokoll mit Nachdruck eine Offenlegung dieser Informationen zu verhindern und den Richter zu einer Streichung der entsprechenden Passage zu bewegen. Als dieser dem Einspruch widersprach, beantragte Google, das gesamte Protokoll unter Verschluss zu nehmen. Als Begründung nennt der Konzern hier die Sorge, dass Verhandlungen mit anderen Firmen über ähnliche Vereinbarungen durch die Bekanntmachung negativ beeinflusst werden könnten."Die spezifischen finanziellen Bedingungen von Googles Vereinbarung mit Apple sind für beide Unternehmen hochsensibel" so Google in dem am 20. Januar eingereichten Antrag. "Sowohl Apple als auch Google haben diese Information immer extrem vertraulich behandelt." Wie Bloomberg schreibt, ist das Protokoll mittlerweile aus den elektronisch hinterlegten Gerichtsunterlagen verschwunden. Aktuell gäbe es aber keine Anzeichen, dass der Richter dem Antrag Googles nachgekommen sei.
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