Es gab sie noch: Sony verkündet Ende der Betamax-Videokassetten
Der japanische Elektronikkonzern Sony ist in seiner Geschichte schon so manches Mal damit gescheitert, proprietäre Technologien am Markt durchzudrücken. Der bis heute wohl bekannteste Fehlschlag ist dabei wohl die Betamax-Videokassette. Doch deren Produktion wird erst jetzt eingestellt.
Sonys letzte Betamax-Kassetten
Man schrieb das Jahr 1975, als in den USA und Japan die ersten Betamax-Recorder und die dazugehörigen Videokassetten auf den Markt kamen. Als der Konkurrent JVC ein Jahr später mit VHS folgte, entspann sich über Jahre ein inzwischen legendärer Format-Krieg. Betamax war technisch zwar das bessere Format, doch gab es gute Gründe dafür, dass sich letztlich VHS in allen Belangen durchsetzen konnte.
Denn auch die JVC-Technik hatte ihre Vorzüge: So standen bereits zum Start Kassetten mit längeren Laufzeiten zur Verfügung und insbesondere in den USA war es durchaus ein Faktor, dass man nur mit diesem System ein komplettes Football-Spiel auf ein Trägermedium aufnehmen konnte. Außerdem waren die Recorder weniger komplex und kompakter. Hinzu kam eine wesentlich größere Flexibilität bei JVC: Lizenzen für die Produktion von VHS-Geräten bekam man wesentlich einfacher und Sony wollte auch unbedingt sein Image sauber halten und weigerte sich, mit der Porno-Branche zusammenzuarbeiten - so dass entsprechende Filme nur auf VHS zu haben waren.
Und obwohl sich das Konkurrenz-System bereits in den 1980er Jahren eindeutig durchgesetzt hatte und heutzutage schon längst keine Rolle mehr spielt, blieb Betamax in kleinen Nischen erhalten. Es dauerte immerhin bis zum Jahr 2002, dass Sony mangels Nachfrage die Produktion von Recordern für sein Videoformat beendete.
Neue Kassetten waren in all den Jahren aber noch immer zu bekommen. Jetzt allerdings ist Schluss. Sony teilte offiziell mit, die Herstellung endgültig zu beenden. Immerhin drei verschiedene Medien-Varianten und eine Reinigungskassette stellte das Unternehmen bis jetzt noch her.
Weiterhin teilte Sony mit, auch die Produktion der letzten MicroMV-Kassetten zu beenden. Diese waren um die Jahrtausendwende herum quasi die letzten neuen analogen Datenträger, die für die Aufzeichnung von Videos auf den Markt kamen. Auf dem Magnetband in den sehr kompakten Medien, wurde allerdings bereits im MPEG-Format geschrieben.
Sonys letzte Betamax-Kassetten
Man schrieb das Jahr 1975, als in den USA und Japan die ersten Betamax-Recorder und die dazugehörigen Videokassetten auf den Markt kamen. Als der Konkurrent JVC ein Jahr später mit VHS folgte, entspann sich über Jahre ein inzwischen legendärer Format-Krieg. Betamax war technisch zwar das bessere Format, doch gab es gute Gründe dafür, dass sich letztlich VHS in allen Belangen durchsetzen konnte.
Denn auch die JVC-Technik hatte ihre Vorzüge: So standen bereits zum Start Kassetten mit längeren Laufzeiten zur Verfügung und insbesondere in den USA war es durchaus ein Faktor, dass man nur mit diesem System ein komplettes Football-Spiel auf ein Trägermedium aufnehmen konnte. Außerdem waren die Recorder weniger komplex und kompakter. Hinzu kam eine wesentlich größere Flexibilität bei JVC: Lizenzen für die Produktion von VHS-Geräten bekam man wesentlich einfacher und Sony wollte auch unbedingt sein Image sauber halten und weigerte sich, mit der Porno-Branche zusammenzuarbeiten - so dass entsprechende Filme nur auf VHS zu haben waren.
Und obwohl sich das Konkurrenz-System bereits in den 1980er Jahren eindeutig durchgesetzt hatte und heutzutage schon längst keine Rolle mehr spielt, blieb Betamax in kleinen Nischen erhalten. Es dauerte immerhin bis zum Jahr 2002, dass Sony mangels Nachfrage die Produktion von Recordern für sein Videoformat beendete.
Neue Kassetten waren in all den Jahren aber noch immer zu bekommen. Jetzt allerdings ist Schluss. Sony teilte offiziell mit, die Herstellung endgültig zu beenden. Immerhin drei verschiedene Medien-Varianten und eine Reinigungskassette stellte das Unternehmen bis jetzt noch her.
Weiterhin teilte Sony mit, auch die Produktion der letzten MicroMV-Kassetten zu beenden. Diese waren um die Jahrtausendwende herum quasi die letzten neuen analogen Datenträger, die für die Aufzeichnung von Videos auf den Markt kamen. Auf dem Magnetband in den sehr kompakten Medien, wurde allerdings bereits im MPEG-Format geschrieben.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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