Intel wird vorsichtig: Der nächste große Startup-Crash steht bevor
Beim Halbleiter-Konzern Intel, der auch zu den größten Venture-Capital (VC)-Gebern im Silicon Valley gehört, erwartet man inzwischen fest einen erneuten Crash im Startup-Bereich. Vor allem in Kalifornien sieht man dunkle Wolken aufziehen und sieht sich inzwischen lieber in Übersee nach lohnenden Investment-Zielen um.
Die Furcht vor dem erneuten Platzen einer Blase sei berechtigt, erläuterte Arvind Sodhani, der scheidende Chef von Intel Capital, gegenüber dem britischen Magazin The Register. In solchen Dingen sollte man sich durchaus auf sein Gespür verlassen - denn Sodhani ist schon lange im Geschäft. Schon Ende der 1980er Jahre hatte er als damaliger Finanzchef Intels seine Management-Kollegen davon überzeugt, ein VC-Budget einzurichten. Seitdem erlebte er mehrere Höhen und Tiefen der Branche und investiert derzeit jeweils mehrere hundert Millionen Dollar im Jahr in junge Firmen.
Infografik: Die wertvollsten Startups der Welt
Der letzte große Crash ist inzwischen rund 15 Jahre her. Damals platzte die so genannte Dot-Com-Bubble - und die Probleme waren durchaus hausgemacht. Erst einige Jahre zuvor hatte die Business-Welt das Internet als potenzielles neues Geschäftsfeld entdeckt und rechnete damit, dass den Millionen neuen Nutzern hier im Grunde alles verkauft werden könne. Riesige Beträge wurden damals in quasi jede Firma investiert, selbst wenn die von ihnen entwickelten Anwendungen kaum Sinn ergaben und schon gar nicht zu erwarten war, dass sich mit ihnen auch nur annähernd Geld verdienen ließe.
Die damaligen Erfahrungen aus dem großen Zusammenbruch ließen die Investoren vorsichtiger werden - aber nur für eine gewisse Zeit. Inzwischen stürzt man sich wieder auf die zahlreichen Startups - vor allem, wenn diese auch noch im Silicon Valley sitzen. Sodhani betrachtet dies allerdings eher mit Sorge. "Wir waren in den letzten zwei Jahren sehr vorsichtig", erklärte er.
Es gebe sehr deutliche Zeichen dafür, dass die vermeintlichen Werte vieler Startups viel zu hoch angesetzt seien und in den Investoren-Kreisen rede man inzwischen recht klar darüber, dass hier eine Korrektur bevorsteht - vielleicht nicht im Ganzen, zumindest aber in bestimmten Bereichen. "Wir haben aufgepasst, dass wir möglichst nur im Rahmen sinnvoller Bewertungen investieren und uns nicht vom Run auf völlig aufgeheizte Sektoren mitreißen lassen", führte der Intel-Investor aus.
Das bedeutet allerdings nicht, dass Intel weniger Geld in Startups investiert - eher im Gegenteil. Während man im vergangenen Jahr noch 359 Millionen Dollar ausgab, werden es bis zum Ende dieses Jahres wohl über 500 Millionen Dollar sein. Allerdings schaue man sich bei Intel Capital eher in Übersee nach lohnenden Zielen um - vor allem in China, ergänzte Wendell Brooks, der Sodhani im Januar beerben wird. Fern hält man sich vor allem von den so genannten Einhorn-Firmen. Dies sind jene, die bereits als Startup mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet werden. Von diesen gibt es aktuell so viele, wie nie zuvor in der Geschichte der Technologie-Branche.
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Die damaligen Erfahrungen aus dem großen Zusammenbruch ließen die Investoren vorsichtiger werden - aber nur für eine gewisse Zeit. Inzwischen stürzt man sich wieder auf die zahlreichen Startups - vor allem, wenn diese auch noch im Silicon Valley sitzen. Sodhani betrachtet dies allerdings eher mit Sorge. "Wir waren in den letzten zwei Jahren sehr vorsichtig", erklärte er.
Es gebe sehr deutliche Zeichen dafür, dass die vermeintlichen Werte vieler Startups viel zu hoch angesetzt seien und in den Investoren-Kreisen rede man inzwischen recht klar darüber, dass hier eine Korrektur bevorsteht - vielleicht nicht im Ganzen, zumindest aber in bestimmten Bereichen. "Wir haben aufgepasst, dass wir möglichst nur im Rahmen sinnvoller Bewertungen investieren und uns nicht vom Run auf völlig aufgeheizte Sektoren mitreißen lassen", führte der Intel-Investor aus.
Das bedeutet allerdings nicht, dass Intel weniger Geld in Startups investiert - eher im Gegenteil. Während man im vergangenen Jahr noch 359 Millionen Dollar ausgab, werden es bis zum Ende dieses Jahres wohl über 500 Millionen Dollar sein. Allerdings schaue man sich bei Intel Capital eher in Übersee nach lohnenden Zielen um - vor allem in China, ergänzte Wendell Brooks, der Sodhani im Januar beerben wird. Fern hält man sich vor allem von den so genannten Einhorn-Firmen. Dies sind jene, die bereits als Startup mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet werden. Von diesen gibt es aktuell so viele, wie nie zuvor in der Geschichte der Technologie-Branche.
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