Microsoft soll bei Smartphones jetzt auf die Surface-Strategie setzen

Microsoft hat erst vor kurzem erneut harte Einschnitte in seiner Sparte für Mobilgeräte bekanntgegeben, die ein weiteres Mal tausende ehemalige Nokia-Mitarbeiter ihren Job kosten werden. Offenbar sind die Entlassungen Teil eines Strategiewechsels, der eine Neuausrichtung des Smartphone-Sortiments der Redmonder auf den High-End-Markt zur Folge hat.
Windows 10 Mobile, Windows 10 Phone, Windows 10 für Smartphones
Microsoft
Wie der taiwanische Branchendienst DigiTimes unter Berufung auf eine Reihe von Quellen bei dort ansässigen Zulieferern und Vertragsfertigern berichtet, richtet Microsoft seine Smartphone-Sparte in diesen Tagen auf die Oberklasse aus. Statt wie bisher massenhaft Low-End-Geräte einzuführen, um so Marktanteile zu erlangen, sollen die neuen Top-Modelle das obere Preissegment bedienen.

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Den unteren Teil des Marktes will Microsoft künftig primär von seinen Partnern aus dem OEM-Bereich bedienen lassen, die gerade in aufstrebenden Märkten mit günstigen Smartphones auf Basis von Windows 10 Mobile die Vorreiterrolle übernehmen sollen. Zwar soll es weiterhin auch Low-End- und Mittelklasse-Modelle von Microsoft geben, heißt es, deren Zahl soll jedoch zugunsten der Geräte der Drittanbieter reduziert werden.

Dem Bericht zufolge sollen jeweils ein bis zwei Microsoft-Smartphones für das High-End- bzw. Flaggschiff-Segment, für die Mittelklasse und den Einsteigerbereich eingeführt werden. Angeblich rückt man dabei die Topmodelle in den Mittelpunkt, nachdem sich die Strategie der Low-End-Geräte nicht auszahlte und Microsoft statt eines Anstiegs eher noch einen Rückgang seines Marktanteils bei Smartphones verzeichnen musste.

Siehe auch: Microsoft: Nur noch sechs Smartphones pro Jahr und das maximal

Um seinen Gerätepartnern nicht unnötig Konkurrenz zu machen, könnte Microsoft bei den Smartphones ebenfalls die bei den Surface-Tablets umgesetzte Strategie anwenden - also selbst vor allem Premium-Geräte zu relativ hohen Preisen entwickeln und vertreiben, während andere Partner die darunter liegenden Preisbereiche abdecken sollen. Mit diesem Konzept konnte die Surface-Sparte in den letzten Jahren recht erfolgreich arbeiten und hat sich inzwischen zu einem Milliardengeschäft für den Softwaregiganten entwickelt.
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