Gesichtserkennung? Facebook identifiziert Personen jetzt auch so
Als das Social Network Facebook eine Funktion einführte, mit der Personen auf Fotos automatisch erkannt und markiert werden konnten, war die Aufregung groß. Inzwischen verfügt das Unternehmen aber über eine noch viel weitergehende Technologie, deren Potenzial unabhängig von der Plattform ein Problem darstellen wird.
Die Verfahren zur biometrischen Bildanalyse sind inzwischen auf einem Niveau angelangt, das es erlaubt, Personen auch dann zu identifizieren, wenn das Gesicht nicht eindeutig zu erkennen ist. Forscher von Facebook und der University of California, Berkeley, haben jetzt ein Paper veröffentlicht, in dem sie ihre aktuellsten Fortschritte in dem Bereich darlegen.
Die Algorithmen analysieren auf Fotos nun auch Körper-Konturen, die Körper-Haltung und verschiedene andere individuelle Eigenheiten. Das Verfahren wird als Pose Invariant Person Recognition (PIPER) bezeichnet, berichtet das Magazin New Scientist. Mit ihm sollen bereits jetzt Personen, deren Gesicht nicht zu sehen ist, mit einer Genauigkeit von 83 Prozent korrekt identifiziert werden können.
Wie die Entwickler ausführten, habe man die Software bisher mit mehr als 37.000 Fotos getestet, auf denen insgesamt rund 63.000 verschiedene Personen zu sehen waren. Die Aufnahmen stammten jeweils aus öffentlichen Galerien der Foto-Community Flickr. Bei etwa der Hälfte der Bilder reichten Abbildung und Auflösung, um mit der herkömmlichen Gesichtserkennung erfolgreich zu sein. Bei den anderen musste die neue Methode einspringen.
Die Software verlässt sich allerdings nicht ausschließlich auf die Eigenheiten, die sie aus der Bildanalyse selbst zieht. Um einen höheren Trefferwert zu erreichen, werden auch andere Daten hinzugezogen - auf die Facebook über seine eigene Plattform Zugang hat. So analysiert man im Hintergrund beispielsweise auch die Zusammensetzung sozialer Netzwerke. Wenn die Bildanalyse also Zweifel lässt, um welche von mehreren möglichen Personen es sich handelt, errechnet der Algorithmus, wer am wahrscheinlichsten mit den anderen zu sehenden Personen auf einem Bild und in einer bestimmten Situation auftauchen könnte.
Solche Fähigkeiten bei der Bild-Analyse dürften weitreichende Folgen haben - vor allem auch außerhalb Facebooks. Denn es wird noch um ein Vielfaches einfacher, Menschen auf Bildern automatisiert zu identifizieren. Wenn man annimmt, dass einige staatliche Akteure wie bestimmte Geheimdienste in der technologischen Entwicklung ihrer Analyse-Verfahren stets noch etwas weiter sind, als verschiedene öffentliche Forschungsprojekte, dürfte es zukünftig quasi wenig Sinn haben, die eigene Identität beispielsweise durch Vermummung des Gesichtes verbergen zu wollen.
Facebook versicherte übrigens, die Technologie auf seiner Plattform noch nicht im Einsatz zu haben. Noch nicht, wohlgemerkt. Wie dies bei anderen Unternehmen und Organisationen aussieht, ist nicht bekannt.
Zum Thema: Bilderkennung durch Computer hat riesigen Fortschritt gemacht
Die Algorithmen analysieren auf Fotos nun auch Körper-Konturen, die Körper-Haltung und verschiedene andere individuelle Eigenheiten. Das Verfahren wird als Pose Invariant Person Recognition (PIPER) bezeichnet, berichtet das Magazin New Scientist. Mit ihm sollen bereits jetzt Personen, deren Gesicht nicht zu sehen ist, mit einer Genauigkeit von 83 Prozent korrekt identifiziert werden können.
Wie die Entwickler ausführten, habe man die Software bisher mit mehr als 37.000 Fotos getestet, auf denen insgesamt rund 63.000 verschiedene Personen zu sehen waren. Die Aufnahmen stammten jeweils aus öffentlichen Galerien der Foto-Community Flickr. Bei etwa der Hälfte der Bilder reichten Abbildung und Auflösung, um mit der herkömmlichen Gesichtserkennung erfolgreich zu sein. Bei den anderen musste die neue Methode einspringen.
Die Software verlässt sich allerdings nicht ausschließlich auf die Eigenheiten, die sie aus der Bildanalyse selbst zieht. Um einen höheren Trefferwert zu erreichen, werden auch andere Daten hinzugezogen - auf die Facebook über seine eigene Plattform Zugang hat. So analysiert man im Hintergrund beispielsweise auch die Zusammensetzung sozialer Netzwerke. Wenn die Bildanalyse also Zweifel lässt, um welche von mehreren möglichen Personen es sich handelt, errechnet der Algorithmus, wer am wahrscheinlichsten mit den anderen zu sehenden Personen auf einem Bild und in einer bestimmten Situation auftauchen könnte.
Solche Fähigkeiten bei der Bild-Analyse dürften weitreichende Folgen haben - vor allem auch außerhalb Facebooks. Denn es wird noch um ein Vielfaches einfacher, Menschen auf Bildern automatisiert zu identifizieren. Wenn man annimmt, dass einige staatliche Akteure wie bestimmte Geheimdienste in der technologischen Entwicklung ihrer Analyse-Verfahren stets noch etwas weiter sind, als verschiedene öffentliche Forschungsprojekte, dürfte es zukünftig quasi wenig Sinn haben, die eigene Identität beispielsweise durch Vermummung des Gesichtes verbergen zu wollen.
Facebook versicherte übrigens, die Technologie auf seiner Plattform noch nicht im Einsatz zu haben. Noch nicht, wohlgemerkt. Wie dies bei anderen Unternehmen und Organisationen aussieht, ist nicht bekannt.
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