Mehr Leistung und Gleichheit:
Schulen sollten Handys verbieten
Seit vielen Jahren dreht sich der Streit darum, ob Schulen es akzeptieren sollten, dass die Kinder und Jugendlichen ihr Mobiltelefon dabei haben. Wer die Geräte aus den Bildungseinrichtungen verbannen will, gilt schnell als altmodisch - hat aber neueste wissenschaftliche Untersuchungen auf seiner Seite.
Denn eine Studie zeigte aktuell, dass es einen signifikanten Einfluss auf die Leistungen der Schüler hat, ob sie ihr Mobiltelefon mitbringen dürfen oder nicht. Einrichtungen, die Handys grundsätzlich untersagen, zeigten dabei im Durchschnitt Ergebnisse, die damit vergleichbar sind, dass die Heranwachsenden eine Woche im Jahr länger zur Schule gegangen wären.
Infografik: Social Media-Nutzung von Schülern
Die Autoren der Studie, Louis-Philippe Beland und Richard Murphy von der London School of Economics, zogen für ihre Untersuchung verschiedene Daten aus Großbritannien heran. Direkt erhoben wurden diese beispielsweise an unterschiedlichen Schulen in Birmingham, London, Leicester und Manchester. Hinzu kamen Informationen aus der National Pupil Database (NPD) seit dem Jahr 2001, in der Leistungsdaten über längere Zeiträume gesammelt werden und die auch administrative Regelungen an einzelnen Bildungseinrichtungen erfasst.
Letztlich kam man zu dem Ergebnis, dass die Schüler im Alter von 16 Jahren im Durchschnitt um 6,4 Prozent bessere Leistungen erbringen, wenn an ihren Schulen die Verwendung von Mobiltelefonen untersagt ist. Im Detail zeigte sich außerdem, dass ein Handy-Verbot vor allem die Ergebnisse jener Schüler steigert, die in ihrem Umfeld jeweils dem unteren Niveau zuzurechnen sind. Das deutet darauf hin, dass die Verbannung von Mobiltelefonen hilfreich dabei ist, die Kluft zwischen guten und schlechten Schülern nicht zu groß werden zu lassen. Bricht man dies auf die Ergebnisse anderer Untersuchungen des Bildungssystems herunter, hilft ein Verbot vor allem auch Schülern, die aus sozial schwächeren Schichten kommen.
Die Verantwortlichen in den zuständigen Behörden und Schulleitungen stehen seit Jahren unter immer stärker werdendem Druck, Handys in der Schule zuzulassen. Nach und nach brechen daher die Dämme und kürzlich hob der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio beispielsweise ein seit zehn Jahren bestehendes Verbot an öffentlichen Schulen auf. Sein Schulsenator hatte ausgerechnet damit argumentiert, dass dieser Schritt die Ungleichheit unter den Schülern verringern würde.
Die Autoren der Studie, Louis-Philippe Beland und Richard Murphy von der London School of Economics, zogen für ihre Untersuchung verschiedene Daten aus Großbritannien heran. Direkt erhoben wurden diese beispielsweise an unterschiedlichen Schulen in Birmingham, London, Leicester und Manchester. Hinzu kamen Informationen aus der National Pupil Database (NPD) seit dem Jahr 2001, in der Leistungsdaten über längere Zeiträume gesammelt werden und die auch administrative Regelungen an einzelnen Bildungseinrichtungen erfasst.
Letztlich kam man zu dem Ergebnis, dass die Schüler im Alter von 16 Jahren im Durchschnitt um 6,4 Prozent bessere Leistungen erbringen, wenn an ihren Schulen die Verwendung von Mobiltelefonen untersagt ist. Im Detail zeigte sich außerdem, dass ein Handy-Verbot vor allem die Ergebnisse jener Schüler steigert, die in ihrem Umfeld jeweils dem unteren Niveau zuzurechnen sind. Das deutet darauf hin, dass die Verbannung von Mobiltelefonen hilfreich dabei ist, die Kluft zwischen guten und schlechten Schülern nicht zu groß werden zu lassen. Bricht man dies auf die Ergebnisse anderer Untersuchungen des Bildungssystems herunter, hilft ein Verbot vor allem auch Schülern, die aus sozial schwächeren Schichten kommen.
Die Verantwortlichen in den zuständigen Behörden und Schulleitungen stehen seit Jahren unter immer stärker werdendem Druck, Handys in der Schule zuzulassen. Nach und nach brechen daher die Dämme und kürzlich hob der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio beispielsweise ein seit zehn Jahren bestehendes Verbot an öffentlichen Schulen auf. Sein Schulsenator hatte ausgerechnet damit argumentiert, dass dieser Schritt die Ungleichheit unter den Schülern verringern würde.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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