Knaller am US-Markt: Mobilfunker Verizon kauft Internet-Pionier AOL
Es ist das bisher spektakulärste Geschäft des Jahres: Der US-Mobilfunkbetreiber Verizon Communications hat soeben bekannt gegeben, dass man das ehemals als America Online bekannte Unternehmen AOL. Der Preis beträgt 4,4 Milliarden Dollar. Verizon geht es dabei vor allem um das Werbegeschäft, das das inzwischen wichtigste Standbein von AOL ist.
Verizon soll bereits länger Pläne verfolgen, im nächsten Sommer einen auf Mobilgeräte fokussierten Videodienst zu starten, Details dazu sind aber noch Mangelware. Chief Financial Officer Fran Shammo hat jüngst angedeutet, dass man hier eine Mischung aus kostenlosen, werbefinanzierten und Bezahl-Inhalten bieten will.
An der Spitze von AOL bleibt auch weiterhin Tim Armstrong, der ehemalige Google-Manager wurde 2009 zum Chief Executive Ofiicer von AOL ernannt. Unter Armstrongs Führung konnte sich das lange schwächelnde Unternehmen auch erfolgreich neu positionieren.
Denn Verizon zählt aus Sicht von Netzaktivisten nicht zu den Guten, ganz im Gegenteil: Verizon gilt in den USA als einer der Hauptgegner von Netzneutralität, man hat bereits mehrfach versucht, per Klagen die "Daten-Gleichheit" zu Fall zu bringen.
Siehe auch: Kein Witz: 2,1 Mio. Kunden zahlen noch immer für AOL Dial-Up
Video-Markt
Mobile Videos und Werbung: Das sind die Hintergründe des heute von Verizon bekannt gegebenen rund 4,4 Milliarden Dollar schweren Geschäfts. Laut Wall Street Journal will der Telekommunikationskonzern damit an die von AOL entwickelten Technologien zur Auslieferung von hochauflösenden Videos und zum Verkauf von Werbung.Verizon soll bereits länger Pläne verfolgen, im nächsten Sommer einen auf Mobilgeräte fokussierten Videodienst zu starten, Details dazu sind aber noch Mangelware. Chief Financial Officer Fran Shammo hat jüngst angedeutet, dass man hier eine Mischung aus kostenlosen, werbefinanzierten und Bezahl-Inhalten bieten will.
An der Spitze von AOL bleibt auch weiterhin Tim Armstrong, der ehemalige Google-Manager wurde 2009 zum Chief Executive Ofiicer von AOL ernannt. Unter Armstrongs Führung konnte sich das lange schwächelnde Unternehmen auch erfolgreich neu positionieren.
Medien und Netzneutralität
Das Verizon-Geschäft hat auch eine Auswirkung auf zahlreiche Medien: Denn zu AOL gehören angesehene IT-Blogs wie Engadget und TechCrunch, dazu kommt noch die Huffington Post. Insbesondere bei den genannten Technik-Medien wird man angesichts der Übernahme aller Wahrscheinlichkeit nach nicht die Sektkorken knallen lassen.Denn Verizon zählt aus Sicht von Netzaktivisten nicht zu den Guten, ganz im Gegenteil: Verizon gilt in den USA als einer der Hauptgegner von Netzneutralität, man hat bereits mehrfach versucht, per Klagen die "Daten-Gleichheit" zu Fall zu bringen.
Siehe auch: Kein Witz: 2,1 Mio. Kunden zahlen noch immer für AOL Dial-Up
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