Das Aus für Grooveshark - Betreiber stellen Dienst reumütig ein
Für den Musikdienst Grooveshark ist die jüngste Auseinandersetzung mit der Musikindustrie in dieser Woche mit einer derben Niederlage beendet worden. Jetzt gäbe es kein Zurück mehr, erklärte CEO Sam Tarantino. Grooveshark hat mit sofortiger Wirkung geschlossen.
Das Aus für den Musikdienst kommt natürlich nicht gerade aus heiterem Himmel, dennoch aber überraschend. Denn bislang waren die Stellungnahmen des Betreibers, der Escape Media Inc, immer kämpferisch gewesen. Trotz der Androhung einer Strafe von bis zu 736 Millionen US-Dollar für Urheberrechtsverletzungen hatte Grooveshark immer beteuert, mit einem vollkommen legalen Angebot durchstarten zu wollen. Am vergangenen Montag hat dann der jüngste Urteilsspruch von einem New Yorker Gericht allerdings unwiderruflich das Ende eingeläutet.
Insgesamt 5.000 Songs wurden so unter das Volk gebracht, ohne die entsprechenden Lizenzen.
Für die beiden Hauptverantwortlichen Grooveshark-Betreiber Sam Tarantino und seinem Technischen Leiter Joshua Greenberg ging das Urteil zumindest was die Höhe des Schadensersatz angeht relativ gut aus. Das Gericht setzte die Strafe vorerst auf 50 Millionen US-Dollar fest, wobei Greenberg und Tarantino entgegen ersten Meldungen nicht persönlich haften müssen. Damit verlieren sie "nur" Grooveshark und Escape Media, können selbst aber weitermachen.
Mehr dazu:Grooveshark will (vollständig legales) Internet-Radio starten
Schaden billigend in Kauf genommen
Das Gericht befand Escape Media für schuldig. Man sah es als erwiesen an, dass das Unternehmen selbst Songs hochgeladen und damit zum Download zur Verfügung gestellt hatte, bei denen es nicht die nötigen Rechte eingekauft hatte. Dazu befand das Gericht, dass die Urheberrechtsverletzungen vorsätzlich begangen wurden und der entstandene Schaden damit billigend in Kauf genommen wurde.Insgesamt 5.000 Songs wurden so unter das Volk gebracht, ohne die entsprechenden Lizenzen.
Für die beiden Hauptverantwortlichen Grooveshark-Betreiber Sam Tarantino und seinem Technischen Leiter Joshua Greenberg ging das Urteil zumindest was die Höhe des Schadensersatz angeht relativ gut aus. Das Gericht setzte die Strafe vorerst auf 50 Millionen US-Dollar fest, wobei Greenberg und Tarantino entgegen ersten Meldungen nicht persönlich haften müssen. Damit verlieren sie "nur" Grooveshark und Escape Media, können selbst aber weitermachen.
Neustart
Ob Escape Media in Berufung gehen wird, ist unklar. Denn jetzt hat Grooveshark den sauberen Schnitt, den das Unternehmen für einen echten Neustart bräuchte. Zudem hat Escape Media den ersten Teil der Urteils erfüllt. Das Gericht hatte angeordnet, dass sich die Betreiber öffentlich für den entstandenen Schaden und für ihren Vorsatz entschuldigen müssen. Diese Entschuldigung ist nun für alle sichtbar auf grooveshark.com zu sehen: "Wir haben schwerwiegende Fehler begangen... Wir bitten um Entschuldigung."Mehr dazu:Grooveshark will (vollständig legales) Internet-Radio starten
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