Angespielt: Evolve - Segen und Fluch einer Shooter-Innovation
Kommt es zum Aufeinandertreffen, dann beginnt aber der Baller-Spaß, die Gefechte sind intensiv und machen wie bereits erwähnt vor allem bei guter Koordination enormen Spaß. Anfänger werden anfangs allerdings auch frustriert sein, da sie von der enormen Hektik der Schusswechsel überfordert sind. So kann es passieren, dass man sich noch panisch nach dem Monster umsieht, dieses aber schon längst wieder geflüchtet ist.
Das Monster hat insgesamt drei Evolutionsstufen und wird mit jeder immer stärker
Bei den anderen Spielarten Nest, Rescue und Defend ist das hingegen mitunter nicht ganz so schlimm, weniger geübte oder fähige Spieler haben es aber dennoch nicht leicht und dieser Effekt wird auch mit der Zeit und zunehmender Übung der Veteranen sicherlich verstärkt.
Klar, man kann im Single-Player-Modus einiges an Erfahrung sammeln ohne sich den Unmut seiner Mitspieler zuzuziehen. Dort übernehmen Bots die anderen Charaktere und die KI macht ihre Sache auch ganz ordentlich - Menschen und vor allem echte Kommunikation kann das aber dennoch nicht ersetzen. Es ist ein Anfang, aber auch nicht mehr.
Das hat auch ein praktisches Problem zur Folge: Es dauert eine halbe Ewigkeit, bis man die Maps gut kennt. Das liegt an der schönen, aber eben auch eintönigen Landschaft, sowie daran, dass man sich meist darauf konzentriert, den Monsterspuren zu folgen oder Pet Daisy nachzulaufen.
Neue Charaktere wie Trapper Griffin (mit Hut) müssen erst freigespielt werden
Und Evolve ist zweifellos ein sehr gutes Spiel, das ist keine Frage. Aber man muss kooperatives Gameplay (sehr) mögen und auch die passenden Freunde dafür haben. Mit Fremden zu spielen kann frustrierend sein, weil Kommunikation in Evolve enorm wichtig ist, aber bei Online-Zufallsbegegnungen keine Selbstverständlichkeit darstellt. Zudem können Gelegenheitsspieler schnell frustriert sein, mehr als in normalen Shootern, weil eine schlechte Team-Performance schneller auffällt als bloß der Umstand, dass man einen hinteren Platz in einer Spielstatistik belegt.
Es ist deshalb zu befürchten, dass sich Evolve unter dem Strich schlechter schlagen (lies: verkaufen) wird als es sich verdient. Dennoch kann man dem Spiel auch trotz einiger Macken einen Erfolg nur wünschen, da das Genre dringend frischen Wind braucht. Wer diesen schon lange vermisst und/oder Left 4 Dead seinerzeit genossen hat, der sollte Evolve unbedingt eine Chance geben.
Das Monster hat insgesamt drei Evolutionsstufen und wird mit jeder immer stärker
Bei den anderen Spielarten Nest, Rescue und Defend ist das hingegen mitunter nicht ganz so schlimm, weniger geübte oder fähige Spieler haben es aber dennoch nicht leicht und dieser Effekt wird auch mit der Zeit und zunehmender Übung der Veteranen sicherlich verstärkt.
Klar, man kann im Single-Player-Modus einiges an Erfahrung sammeln ohne sich den Unmut seiner Mitspieler zuzuziehen. Dort übernehmen Bots die anderen Charaktere und die KI macht ihre Sache auch ganz ordentlich - Menschen und vor allem echte Kommunikation kann das aber dennoch nicht ersetzen. Es ist ein Anfang, aber auch nicht mehr.
Grafik
Dank aktueller CryEngine sieht die Welt von Evolve klasse aus, technisch ist sie also bestens gelungen. Ein wenig mehr Abwechslung hätte es aber schon sein können, da man eigentlich die ganze Zeit nur die immer gleiche Dschungel- und Sumpflandschaft (plus Ansiedlungen) durchstreift.Das hat auch ein praktisches Problem zur Folge: Es dauert eine halbe Ewigkeit, bis man die Maps gut kennt. Das liegt an der schönen, aber eben auch eintönigen Landschaft, sowie daran, dass man sich meist darauf konzentriert, den Monsterspuren zu folgen oder Pet Daisy nachzulaufen.
Neue Charaktere wie Trapper Griffin (mit Hut) müssen erst freigespielt werden
Grind
Von MMOs hat man neben einigen Rollenspiel-Elementen auch eine nicht ganz so gute Eigenheit übernommen: das Grinden. Man muss schon sehr lange mit dem Spiel verbringen und Punkte sammeln, bis man alle Charaktere, Fähigkeiten und (vor allem) Monster freigeschaltet hat. Damit versuchen die Entwickler, Langzeitmotivation zu schaffen, es ist aber auch sicherlich die "billigste" Art, dafür zu sorgen, dass man wiederkommt und spielt. Hier wäre weniger mehr gewesen, da man durchaus Gefahr läuft, die Lust zu verlieren, wenn sich der Erfolg einer neuen Spielfigur nicht schneller einstellt.Fazit
Zunächst muss man Turtle Rock gratulieren, dass sich das Studio daran versucht, dem festgefahrenen Genre neues Leben einzuhauchen. Das ist in Zeiten von Fließband-Shooter-Produktionen mitnichten eine Selbstverständlichkeit.Und Evolve ist zweifellos ein sehr gutes Spiel, das ist keine Frage. Aber man muss kooperatives Gameplay (sehr) mögen und auch die passenden Freunde dafür haben. Mit Fremden zu spielen kann frustrierend sein, weil Kommunikation in Evolve enorm wichtig ist, aber bei Online-Zufallsbegegnungen keine Selbstverständlichkeit darstellt. Zudem können Gelegenheitsspieler schnell frustriert sein, mehr als in normalen Shootern, weil eine schlechte Team-Performance schneller auffällt als bloß der Umstand, dass man einen hinteren Platz in einer Spielstatistik belegt.
Es ist deshalb zu befürchten, dass sich Evolve unter dem Strich schlechter schlagen (lies: verkaufen) wird als es sich verdient. Dennoch kann man dem Spiel auch trotz einiger Macken einen Erfolg nur wünschen, da das Genre dringend frischen Wind braucht. Wer diesen schon lange vermisst und/oder Left 4 Dead seinerzeit genossen hat, der sollte Evolve unbedingt eine Chance geben.
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