Facebook lockt noch mehr Nutzer an - und lässt sich das was kosten

Das weltweit größte Social Network Facebook befindet sich keinesfalls schon in der Phase einer Stagnation. In allen wichtigen Bereichen verzeichnet die Plattform ein Wachstum. Das schafft man aber nicht mehr so einfach, wie noch vor einiger Zeit: Die Ausgaben sind ebenfalls kräftig nach oben gegangen.
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Infografik: Facebook: Desktop- und Mobile-NutzerFacebook: Desktop- und Mobile-Nutzer
Wie das Unternehmen mitteilte, verzeichnet man inzwischen 1,39 Milliarden Nutzer, die mindestens einmal im Monat auf Facebook aktiv sind. Das sind noch einmal 13 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der täglich aktiven Anwender habe man sogar um 18 Prozent auf 890 Millionen steigern können, hieß es. Hier dürfte die zunehmende Präsenz der Plattform auf mobilen Geräten eine wichtige Rolle spielen: Die Menge der aktiven Mobile-Nutzer kletterte um 26 Prozent auf 1,19 Milliarden.

Facebook gelang es im Zuge dessen, den Umsatz im letzten Quartal um satte 49 Prozent auf 3,85 Milliarden Dollar zu steigern, womit die Erwartungen in die Entwicklung der Einnahmen klar übertroffen wurde. Vorreiter ist das Unternehmen dabei vor allem im Bereich der Werbevermarktung im Mobile-Bereich. 69 Prozent der Einnahmen des Anzeigengeschäfts generiert das Unternehmen inzwischen auf Smartphones und Tablets.

Der Konzern hat auch schon einen Plan, wie die Werbegelder noch weiter gesteigert werden können: Zunehmend will man hier auf Video-Spots setzen. Finanzchef Dave Wehner erklärte, dass man diesbezüglich ein großes Interesse seitens der Werbetreibenden verspüre.

Erkauft wird das starke Wachstum allerdings auch mit rasant gestiegenen Ausgaben. Diese beliefen sich im letzten Quartal auf 2,72 Milliarden Dollar, was immerhin 87 Prozent mehr sind als noch vor einem Jahr. Allerdings ist die starke Steigerung zum Teil auch darauf zurückzuführen, dass die Beschäftigten mit einer höheren Beteiligung an den Einnahmen zu mehr Engagement angetrieben werden. Einen weiteren wesentlichen Teil machen aber auch die Ausgaben für Forschung und Entwicklung aus, die mit nun 1,1 Milliarden Dollar auf mehr als das Doppelte gestiegen sind. Trotzdem verblieb unter dem Strich noch ein um 34 Prozent höherer Nettogewinn von 701 Millionen Dollar.
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