Vines und GIFs: Fußballklubs wollen gegen Kurz-Clips vorgehen
Tore, Fouls und kuriose Spielszenen: Wer in europäischen Fußball-Ligen mal etwas verpasst, hat zumeist wenig später dennoch die Gelegenheit, die Quintessenz davon in einem (sehr) kurzen animierten GIF oder Vine-Video zu sehen. Doch derartige Ultra-Kurzclips verstoßen gegen die wertvollen Rechte von Ligen und Klubs. Folge: Sie sollen weg.
So berichtet etwa die BBC, dass die britische Liga angekündigt hat, gegen solche Copyright-Verstöße künftig verstärkt vorgehen zu wollen. Ein Sprecher der Premier League sagte, dass es zwar verständlich sei, dass Fans, die etwas sehen, es einfangen und teilen, dies allerdings "letztlich ungesetzlich" sei. Derartige Verstöße will man nun mit allen zur Verfügung stehenden technischen Hilfsmitteln aus dem Web bekommen: Man entwickle Technologien wie Crawler für GIFs und Vines, und arbeite überdies mit sozialen Netzwerken wie Twitter zusammen.
Premiere-League-Chefsprecher Dan Johnson ist sich bewusst, wie so etwas aufgenommen wird, bittet aber angesichts der Milliarden-schweren Übertragungsrechte um Verständnis: "Ich weiß, dass das so klingt, als wären wir die Spielverderber, aber wir müssen unsere geistigen Rechte verteidigen."
Rechtlich eine klare Sache
Auf YouTube und anderen etablierten Portalen werden Videos mit Szenen aus Fußballspielen schon jetzt immer seltener, da die Rechtebesitzer sie sperren lassen. Seit einiger Zeit wird besonders Diskussionswürdiges aber in Form von Vines (Kurzvideos von Twitter) sowie animierten GIFs weiterverbreitet. Wie Zeit Online schreibt, sind derartige Ausschnitte aber - trotz meist minderer Qualität - den Rechtebesitzern ein Dorn im Auge.So berichtet etwa die BBC, dass die britische Liga angekündigt hat, gegen solche Copyright-Verstöße künftig verstärkt vorgehen zu wollen. Ein Sprecher der Premier League sagte, dass es zwar verständlich sei, dass Fans, die etwas sehen, es einfangen und teilen, dies allerdings "letztlich ungesetzlich" sei. Derartige Verstöße will man nun mit allen zur Verfügung stehenden technischen Hilfsmitteln aus dem Web bekommen: Man entwickle Technologien wie Crawler für GIFs und Vines, und arbeite überdies mit sozialen Netzwerken wie Twitter zusammen.
Premiere-League-Chefsprecher Dan Johnson ist sich bewusst, wie so etwas aufgenommen wird, bittet aber angesichts der Milliarden-schweren Übertragungsrechte um Verständnis: "Ich weiß, dass das so klingt, als wären wir die Spielverderber, aber wir müssen unsere geistigen Rechte verteidigen."
Eigene legale Alternativen wären der bessere Weg
Ob man dieses Phänomen mit "Takedowns" und womöglich Klagen aus der Welt schaffen kann, ist aber durchaus anzuzweifeln: Gareth Capon, Chef eines Video-"Grabbing"-Dienstes, meinte gegenüber dem Guardian, dass Ligen selbst hochwertige Alternativen schaffen müssten. Er verweist auf den Netflix-Effekt, wo man Film- und TV-Piraterie dank eines legalen Angebots eindämmen konnte.
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