Microsoft ist des Einzelkämpfertums gegen Botnetze müde
Der Software-Konzern Microsoft will nicht mehr länger quasi im Alleingang gegen Malware-Verbreiter und Botnetz-Betreiber vorgehen. Dies hatte dem Unternehmen in den letzten Jahren zwar eine Menge Lob, aber mindestens ebenso viel Kritik eingebracht.
In der Vergangenheit wurde Microsoft eher das Image eines Verursachers angedichtet. Immerhin waren es die allgegenwärtigen Windows-PCs, die lange äußerst anfällig waren und sich quasi schon bei kurzen Kontakten mit dem Netz Viren einfingen. Microsoft reagierte darauf mit einer breit angelegten Sicherheits-Initiative, die vor gut einem Jahrzehnt erst einmal dafür sorgte, dass das Betriebssystem und die Anwendungen bedeutend widerstandsfähiger wurden.
Vor allem in den letzten fünf Jahren machte sich Microsoft dann einen Namen damit, seine Größe und wirtschaftliche Macht dafür einzusetzen, ein Botnetz nach dem anderen stillzulegen. Häufig gab es dafür Anerkennung - etwa wenn endlich erfolgreich gegen Trojaner wie Citadel oder Zeus vorgegangen wurde. Zuletzt geriet der Konzern aber auch in die Schusslinie, als er im Versuch, gegen Malware-Schleudern vorzugehen, ein ordentliches Stück übers Ziel hinaus schoss und mit der Beschlagnahmung einer ganzen Reihe von Domains bei No-IP.com zahlreiche unschuldige Nutzer arbeitsunfähig machte.
Die Microsoft-Managerin Holly Stewart räumte nun ein, dass man durchaus Zweifel daran haben könnte, ob die Bemühungen ihres Unternehmens überhaupt effektiv genug sind. Denn für jedes heruntergefahrene Botnetz tauchen im Grunde sehr schnell mehrere neue auf. Auf der Security-Konferenz FIRST kündigte sie laut einem Bericht des Magazins ITWorld an, dass Microsoft zukünftig nicht mehr die Rolle des großen Netz-Polizisten spielen will, sondern den Schwerpunkt eher auf Kooperationen legen werde.
Das soll im Idealfall dazu führen, dass eine breit aufgestellte Koalition flexibler an verschiedenen Punkten agieren kann. Denn: "Es gibt keine große Anleitung dafür, Malware-Familien zu bekämpfen", so Stewart. Wenn neue Schädlinge auftauchen, steht man diesen in der Regel erst einmal unvorbereitet gegenüber. Als Einzelkämpfer hat man dabei kaum eine Chance - auch wenn man die Größe Microsofts besitzt.
Die Redmonder wollen ihre Ressourcen und Kontakte daher nun einsetzen, um eine engere Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Beteiligten wie Providern, Banken, Software-Unternehmen und Payment-Diensten zu erreichen. Dadurch soll es nicht nur möglich werden, auf technischer Seite gegen die Kriminellen vorzugehen, sondern diese auch auf der finanziellen Seite anzugreifen. Ein weiterer Kernbestandteil soll es sein, die Kommunikation über Sicherheits-Aspekte zu standardisieren. Alle Akteure sollen so beim Auftauchen neuer Bedrohungen unverzüglich auf einen einheitlichen Stand gebracht werden können.
Vor allem in den letzten fünf Jahren machte sich Microsoft dann einen Namen damit, seine Größe und wirtschaftliche Macht dafür einzusetzen, ein Botnetz nach dem anderen stillzulegen. Häufig gab es dafür Anerkennung - etwa wenn endlich erfolgreich gegen Trojaner wie Citadel oder Zeus vorgegangen wurde. Zuletzt geriet der Konzern aber auch in die Schusslinie, als er im Versuch, gegen Malware-Schleudern vorzugehen, ein ordentliches Stück übers Ziel hinaus schoss und mit der Beschlagnahmung einer ganzen Reihe von Domains bei No-IP.com zahlreiche unschuldige Nutzer arbeitsunfähig machte.
Die Microsoft-Managerin Holly Stewart räumte nun ein, dass man durchaus Zweifel daran haben könnte, ob die Bemühungen ihres Unternehmens überhaupt effektiv genug sind. Denn für jedes heruntergefahrene Botnetz tauchen im Grunde sehr schnell mehrere neue auf. Auf der Security-Konferenz FIRST kündigte sie laut einem Bericht des Magazins ITWorld an, dass Microsoft zukünftig nicht mehr die Rolle des großen Netz-Polizisten spielen will, sondern den Schwerpunkt eher auf Kooperationen legen werde.
Es hat nicht gereicht
"Wir waren nicht in der Lage, genug zu tun, um das Malware-Problem in den Griff zu bekommen", erklärte Stewart. Zu dieser Erkenntnis ist man inzwischen gekommen. Als Schlussfolgerung soll nun eher der Schulterschluss mit anderen Akteuren gesucht werden. Diese will Microsoft nun in verschiedenster Hinsicht für den Kampf gegen Kriminelle im Netz stärken.Das soll im Idealfall dazu führen, dass eine breit aufgestellte Koalition flexibler an verschiedenen Punkten agieren kann. Denn: "Es gibt keine große Anleitung dafür, Malware-Familien zu bekämpfen", so Stewart. Wenn neue Schädlinge auftauchen, steht man diesen in der Regel erst einmal unvorbereitet gegenüber. Als Einzelkämpfer hat man dabei kaum eine Chance - auch wenn man die Größe Microsofts besitzt.
Die Redmonder wollen ihre Ressourcen und Kontakte daher nun einsetzen, um eine engere Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Beteiligten wie Providern, Banken, Software-Unternehmen und Payment-Diensten zu erreichen. Dadurch soll es nicht nur möglich werden, auf technischer Seite gegen die Kriminellen vorzugehen, sondern diese auch auf der finanziellen Seite anzugreifen. Ein weiterer Kernbestandteil soll es sein, die Kommunikation über Sicherheits-Aspekte zu standardisieren. Alle Akteure sollen so beim Auftauchen neuer Bedrohungen unverzüglich auf einen einheitlichen Stand gebracht werden können.
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Christian Kahle
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