Apple, Cisco und Microsoft kämpfen gegen Spähaktion in EU
Eine Behördenanfrage an Microsoft aus dem vergangenen Jahr ruft jetzt weitere Branchengrößen, unter anderem Apple und Cisco, auf den Plan. Microsoft soll E-Mails an eine US-Behörde ausliefern die von einem Server in Irland stammen. Apple und Cisco stellen sich nun auf die Seite von Microsoft.
Microsoft hatte sich zunächst der Anfrage und später einem ersten Gerichtsbescheid, der die Auslieferung anordnete, entgegengestellt (wir berichten). Zu Grunde liegt eine Anordnung aufgrund des Verdachts des Drogenschmuggels gegen einen US-Amerikaner. Die Durchsuchungs-Anordnung sei laut Microsoft weder gerechtfertigt, noch durch die Verfassung der USA gedeckt. Man sehe es als problematisch an, da die Informationen in Irland und damit nicht auf US-Hoheitsgebiet gespeichert sind. Man könne aber wiederum nicht die Gesetze eines Landes brechen, um der Anordnung des US-Gerichts zu entsprechen, argumentierte Microsoft.
Wie Gigaom berichtet, haben Apple, Cisco und AT&T so genannten "Amicus Curiae"-Stellungsnahmen als Äußerung Dritter vor Gericht abgegeben, um ihre Sicht der Dinge zu untermauern.
Das Engagement ist verständlich, denn sie alle fürchten Einbußen, falls sie den US-Behörden nachgeben und ihre Daten aus Europa freigeben. Zudem könnte es rechtliche Konsequenzen aus den betroffenen Ländern geben, falls die US-Behörden sich durchsetzen. Wann das Gericht auf die Einmischung von Apple, Cisco und AT&T antwortet und wie es weitergeht, ist unklar.
Weitere Schützenhilfe
Nun hat der Fall an sich schon sehr viel mediale Aufmerksamkeit erhalten - und bekommt nun noch mehr aufgrund erneuter Schützenhilfe von weiteren großen US-Konzernen. Nachdem in der vergangenen Woche bereits bekannt wurde, dass der US-Telekommunikationskonzern Verizon sich vor Gericht als unabhängiger Dritter zu dem Fall geäußert hat, stehen nun mit AT&T, Cisco und Apple drei weitere wichtige US-Firmen auf der Seite von Microsoft.Wie Gigaom berichtet, haben Apple, Cisco und AT&T so genannten "Amicus Curiae"-Stellungsnahmen als Äußerung Dritter vor Gericht abgegeben, um ihre Sicht der Dinge zu untermauern.
Das Engagement ist verständlich, denn sie alle fürchten Einbußen, falls sie den US-Behörden nachgeben und ihre Daten aus Europa freigeben. Zudem könnte es rechtliche Konsequenzen aus den betroffenen Ländern geben, falls die US-Behörden sich durchsetzen. Wann das Gericht auf die Einmischung von Apple, Cisco und AT&T antwortet und wie es weitergeht, ist unklar.
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