Großostheim schließt: Nintendo verlagert Europa-Zentrale
Nach über 20 Jahren schließt der japanische Großkonzern Nintendo seine Europa-Zentrale am Standort Großostheim bei Aschaffenburg. Künftig wird Nintendo in Frankfurt die Europa-Geschäfte leiten, dafür aber deutlich weniger Mitarbeiter an den neuen Standort mitnehmen.
Die Schließung des Standorts war schon länger diskutiert worden, es gab und gibt aber noch immer kein offizielles Statement dazu. Intern soll es bei der Belegschaft aber schon seit längerem Bangen um die Arbeitsplätze gegeben haben. Schließlich hatte der Konzern die ersten Auslagerungen zu einem kleinen Betrieb in Hamburg gestartet, wo Nintendo eine neue Teileproduktion gestartet hat.
Bereits Anfang 2015 soll nun mit der Verwaltung dann schon der letzte verbleibende Teil von Großostheim nach Frankfurt umziehen. Die Lagerhallen werden angeblich schon bald aufgegeben. Alle Gebäude sollen im Auftrag von Nintendo verkauft werden - die kleine Gemeinde sieht aber für eine Nachnutzung derzeit noch schwarz.
Umzug und Verkleinerung
Rund 130 Arbeitsplätze sollen mit dem Umzug wegfallen, heißt es. Die Mitarbeiter seien am Freitag darüber informiert worden. Dazu soll laut Main-Echo-Onlinedienst ein Firmenvertreter aus Japan die Entscheidung persönlich überbracht haben. Die Belegschaft hat es in einer Firmenversammlung mitgeteilt bekommen. Eine Mitarbeiterin hatte das der Zeitung unter der Hand weitergegeben und weiter berichtet, dass Nintendo nur 300 der derzeit 430 Beschäftigten ein Angebot für eine Weiterbeschäftigung in Frankfurt gemacht habe. Wie die Lokalpresse berichtet, ist der Weggang nun keine allzu große Überraschung.Die Schließung des Standorts war schon länger diskutiert worden, es gab und gibt aber noch immer kein offizielles Statement dazu. Intern soll es bei der Belegschaft aber schon seit längerem Bangen um die Arbeitsplätze gegeben haben. Schließlich hatte der Konzern die ersten Auslagerungen zu einem kleinen Betrieb in Hamburg gestartet, wo Nintendo eine neue Teileproduktion gestartet hat.
Bereits Anfang 2015 soll nun mit der Verwaltung dann schon der letzte verbleibende Teil von Großostheim nach Frankfurt umziehen. Die Lagerhallen werden angeblich schon bald aufgegeben. Alle Gebäude sollen im Auftrag von Nintendo verkauft werden - die kleine Gemeinde sieht aber für eine Nachnutzung derzeit noch schwarz.
Große Verluste
Für die Belegschaft ist die Situation ebenso schwer. Bislang war der Betriebsrat noch davon ausgegangen, dass das Unternehmen demnächst in Kurzarbeit gehen werde - zumindest hatte es solche Andeutungen aufgrund der schlechter werdenden Geschäftszahlen gegeben. Dass die Lage aber so ernst sei, hatten die Mitarbeiter demnach nicht erwartet. Zuletzt hatte Nintendo einen Netto-Verlust von 228,6 Millionen US-Dollar für das zurückliegende Geschäftsjahr verkündet. Der Umzug und die damit verbundene Verkleinerung der Belegschaft soll nun Kosten einsparen.
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