Über 100 US-Firmen verteidigen die Netzneutralität
In einem offenen Brief an die US-Telekommunikationsbehörde FCC haben sich zahlreiche Größen des IT-Geschäfts, darunter Microsoft, Amazon und Google, klar für die Beibehaltung der Netzneutralität ausgesprochen.
Ende April hat die Federal Communikations Commission (FCC) den Vorschlag zu einem geänderten Regelwerk hinsichtlich Netzneutralität auf der "letzten Meile" veröffentlicht. Dieser neue Entwurf erlaubt unter bestimmten Umständen (wenn es "kommerziell vernünftig" ist) die Bevorzugung von bestimmten Daten gegen Bezahlung.
"Wir schreiben, um unsere Unterstützung für ein freies und offenes Internet auszudrücken. In den vergangenen 20 Jahren haben amerikanische Innovatoren unzählige Internet-basierte Anwendungen, Inhaltsangebote und weltweit genutzte Dienste erschaffen", heißt es im offenen Brief (PDF). Das alles habe den Netznutzern einen enormen Mehrwert verschafft, die Wirtschaft beflügelt und US-Internet-Unternehmen zur globalen Marktführung verholfen.
Damit stellt sich der FCC und den Providern eine breite Front an Firmen entgegen und das auch noch in sehr klaren Worten. Dabei fehlt kaum eine Größe des IT-Geschäfts, zu den Unterzeichnern zählen Amazon, Dropbox, Ebay, Facebook, Google, Microsoft, Netflix, Reddit, Twitter, Yahoo und viele andere mehr. Einzige Ausnahme in diesem "Who is who" des IT-Geschäfts ist übrigens Apple.
"Revolte" und "Ohrfeige"
Doch gegen den FCC-Vorschlag, der ursprünglich in einer Woche offiziell abgesegnet werden sollte, aber nun um mindestens einen Monat verschoben worden ist, regt sich immer mehr Widerstand. Das Magazin Politico spricht sogar von einer "Revolte", Time bezeichnet den offenen Brief als "Ohrfeige.""Wir schreiben, um unsere Unterstützung für ein freies und offenes Internet auszudrücken. In den vergangenen 20 Jahren haben amerikanische Innovatoren unzählige Internet-basierte Anwendungen, Inhaltsangebote und weltweit genutzte Dienste erschaffen", heißt es im offenen Brief (PDF). Das alles habe den Netznutzern einen enormen Mehrwert verschafft, die Wirtschaft beflügelt und US-Internet-Unternehmen zur globalen Marktführung verholfen.
Gegen Diskriminierung
Das alles sei aber nur möglich gewesen, weil niemand diskriminiert worden ist und das Netz für Milliarden Menschen zur "Plattform für freie Meinungsäußerung und für neue Möglichkeiten" wurde. Doch nun sorgt man sich, dass die FCC es den Mobilfunk- und Kabel-Providern ermöglichen will, andere Internet-Unternehmen technisch und finanziell zu diskriminieren. Dies sei eine "schwere Bedrohung für das Internet", die FCC sollte Nutzer wie die im Internet tätigen Unternehmen schützen statt "individualisierte Geschäftemacherei" zu erlauben.Damit stellt sich der FCC und den Providern eine breite Front an Firmen entgegen und das auch noch in sehr klaren Worten. Dabei fehlt kaum eine Größe des IT-Geschäfts, zu den Unterzeichnern zählen Amazon, Dropbox, Ebay, Facebook, Google, Microsoft, Netflix, Reddit, Twitter, Yahoo und viele andere mehr. Einzige Ausnahme in diesem "Who is who" des IT-Geschäfts ist übrigens Apple.
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