"Do Not Track"-Technologie:
Auch Yahoo steigt aus
Die Do Not Track-Initiative (DNT) galt noch vor kurzem als hoffnungsvolle Technologie zum Schutz der Privatsphäre, die Unterstützung von DNT bröckelt aber immer mehr. Nun hat auch Yahoo bekannt gegeben, derartige Header ignorieren zu wollen.
Do Not Track basiert auf einer recht simplen und zweifellos begrüßenswerten Idee: Der Nutzer kann von sich aus bestimmen, ob und welche Informationen zu seinem Surf-Verhalten er bei einem Webseitenbesuch mit Dritten teilen möchte.
Die Meinungen zu DNT und dessen Sinnhaftigkeit gehen aber weit auseinander: So gelten Mozilla und Microsoft als Befürworter der Technologie, das Redmonder Unternehmen hat DNT seit Version 10 des Internet Explorers standardmäßig aktiviert, die Firefox-Macher haben im Vorjahr angekündigt, die Initiative notfalls auch auf eigene Faust durchziehen zu wollen. Die Gegner kommen dagegen vor allem aus der Werbeindustrie.
Yahoo hat nun bekannt gegeben, dass man - wie auch Google und Facebook - DNT nicht mehr berücksichtigen, also ignorieren wird. In einem Blog-Beitrag auf Global Public Policy betont man, dass man seinerzeit das erste große Web-Unternehmen war, das Do Not Track implementiert hat. Deshalb stehe man den Diskussionen rund um DNT und dessen "Nutzer-Freundlichkeit" auch besonders nahe.
Yahoo verweist auf "individuelle" Einstellungen, die Nutzer im Yahoo Privacy Center in Bezug auf Privatsphäre vornehmen können, das pauschale Blockieren diverser Tracking-Funktionen werde man aber eben nicht mehr berücksichtigen.
Siehe auch: Firefox - Mozilla will Do-Not-Track-Pläne durchziehen
Die Meinungen zu DNT und dessen Sinnhaftigkeit gehen aber weit auseinander: So gelten Mozilla und Microsoft als Befürworter der Technologie, das Redmonder Unternehmen hat DNT seit Version 10 des Internet Explorers standardmäßig aktiviert, die Firefox-Macher haben im Vorjahr angekündigt, die Initiative notfalls auch auf eigene Faust durchziehen zu wollen. Die Gegner kommen dagegen vor allem aus der Werbeindustrie.
Yahoo hat nun bekannt gegeben, dass man - wie auch Google und Facebook - DNT nicht mehr berücksichtigen, also ignorieren wird. In einem Blog-Beitrag auf Global Public Policy betont man, dass man seinerzeit das erste große Web-Unternehmen war, das Do Not Track implementiert hat. Deshalb stehe man den Diskussionen rund um DNT und dessen "Nutzer-Freundlichkeit" auch besonders nahe.
"Nicht effektiv und kein Standard"
Laut Yahoo könne man derzeit keinen Standard erkennen, der "effektiv, einfach zu nutzen und eine breite Adaption in der IT-Industrie aufweisen kann." Das treffe auch auf DNT zu, zumal die Technologie bisher nicht einmal offiziell vom World Wide Web Consortium (W3C) standardisiert worden ist.Yahoo verweist auf "individuelle" Einstellungen, die Nutzer im Yahoo Privacy Center in Bezug auf Privatsphäre vornehmen können, das pauschale Blockieren diverser Tracking-Funktionen werde man aber eben nicht mehr berücksichtigen.
Siehe auch: Firefox - Mozilla will Do-Not-Track-Pläne durchziehen
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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