Google Project Tango:
Smartphone mit 3D-Sensoren
Der Internetkonzern Google experimentiert im Rahmen eines "Project Tango" genannten Vorhabens mit dem Prototypen eines Smartphones, das in der Lage sein soll, seine Umgebung "kennenzulernen". Das Ziel ist es, mobilen Geräten ein "Verständnis von Raum und Bewegung zu geben".
Google hat für Project Tango eine eigene Website eingerichtet. Hinter dem Projekt steht ein Team um den Forscher Johnny Chung Lee, der vor sieben Jahren mit einem selbst entwickelten Prototypen für Furore sorgte, bei dem die Infrarot-Kamera der Wiimote von Nintendos Wii zusammen mit IR-LEDs an einer Brille zum Head-Tracking verwendet wurde. Lee wechselte später zu Google und ist offenbar weiterhin im Bereich der 3D-Welten unterwegs.
Google Project Tango: So sieht der Prototyp aus
Bei Project Tango hat das Team um Lee seit gut einem Jahr zusammen mit diversen Universitäten, Forschungslaboren und Partnern aus der Industrie zusammengearbeitet, um wissenschaftliche Erkenntnisse aus den letzten zehn Jahren aus den Bereichen Robotik und Computer-Vision zu sammeln. Dabei ging es darum, die entsprechenden Technologien in ein Mobiltelefon zu stecken - und jetzt stehen erste Prototypen für Entwickler zur Verfügung.
Der aktuelle Prototyp ist ein 5-Zoll-Smartphone, das mit spezieller Hardware und Software ausgerüstet ist, um die Bewegung des Geräts im Raum aufzuzeichnen und gleichzeitig mit speziellen Kameras und Sensoren eine "Karte" der Umgebung zu erstellen.
Die Hardware besteht unter anderem aus einer 4-Megapixel-Kamera, einer zweiten Motion-Tracking-Kamera und Tiefensensoren, wie sie in ähnlicher Form auch in Microsofts Bewegungssteuerung Kinect stecken.
Die Datenverarbeitung wird von zwei speziellen Computer-Vision-Prozessoren unterstützt. In jeder Sekunde führt das Gerät dabei mehr als 250.000 3D-Messungen durch und aktualisiert seine Position und Ausrichtung in Echtzeit, so dass aus all den Daten ein einziges 3D-Modell der Umgebung des Nutzers erstellt werden kann.
Auf dem Prototypen läuft Android, wobei eine Vielzahl von APIs für Entwickler enthalten sind, die Daten über Position, Ausrichtung und Informationen einer Tiefenkamera an normale, in Java und C/C++ geschriebene Android-Apps sowie die Unity Game Engine liefern können. Noch läuft die Entwicklung auf Hochtouren, so dass alle Teile des Produkts noch experimenteller Natur sind.
Die Nutzungsmöglichkeiten des Prototypen von Googles Project Tango sind sehr vielfältig. Denkbar wäre zum Beispiel, dass Nutzer vor dem Kauf von Möbeln ohne großen Aufwand ein 3D-Modell ihrer Wohnung erstellen könnten. Auch die Verwendung durch Sehbehinderte zu Orientierungs- und Navigationszwecken sei denkbar, so Google.
Als weitere Beispiele nennt Google das Versteckspielen mit dem Lieblings-Videospielcharakter des Users und andere Augmented Reality Spiele, bei denen man wie bei Google Ingress Territorien erobern oder eben virtuelle Armeen kommandieren kann. Die Suche nach virtuellen Schätzen, die in der echten Welt versteckt sind, sei ebenfalls eine der vielen Ideen für die Nutzung der Daten.
Google sucht nun professionelle Entwickler, die "mehr als eine Touchscreen-App" schaffen und dabei die 3D-Sensoren und Geometriedaten nutzen wollen, die das Telefon liefert. Es gehe darum, die Technologie voranzutreiben und großartige Nutzungserlebnisse auf der neuen Plattform von Project Tango zu schaffen.
Aktuell stehen 200 Prototypen als Teil von Entwickler-Kits zur Verfügung, die unterschiedlichen Themengebieten wie Mapping/Navigation oder auch Single- und Multiplayer-Gaming zugeordnet sind. Die ersten Einheiten sollen ab dem 14. März verteilt werden.
Google Project Tango: So sieht der Prototyp aus
Bei Project Tango hat das Team um Lee seit gut einem Jahr zusammen mit diversen Universitäten, Forschungslaboren und Partnern aus der Industrie zusammengearbeitet, um wissenschaftliche Erkenntnisse aus den letzten zehn Jahren aus den Bereichen Robotik und Computer-Vision zu sammeln. Dabei ging es darum, die entsprechenden Technologien in ein Mobiltelefon zu stecken - und jetzt stehen erste Prototypen für Entwickler zur Verfügung.
Der aktuelle Prototyp ist ein 5-Zoll-Smartphone, das mit spezieller Hardware und Software ausgerüstet ist, um die Bewegung des Geräts im Raum aufzuzeichnen und gleichzeitig mit speziellen Kameras und Sensoren eine "Karte" der Umgebung zu erstellen.
Die Hardware besteht unter anderem aus einer 4-Megapixel-Kamera, einer zweiten Motion-Tracking-Kamera und Tiefensensoren, wie sie in ähnlicher Form auch in Microsofts Bewegungssteuerung Kinect stecken.
Die Datenverarbeitung wird von zwei speziellen Computer-Vision-Prozessoren unterstützt. In jeder Sekunde führt das Gerät dabei mehr als 250.000 3D-Messungen durch und aktualisiert seine Position und Ausrichtung in Echtzeit, so dass aus all den Daten ein einziges 3D-Modell der Umgebung des Nutzers erstellt werden kann.
Auf dem Prototypen läuft Android, wobei eine Vielzahl von APIs für Entwickler enthalten sind, die Daten über Position, Ausrichtung und Informationen einer Tiefenkamera an normale, in Java und C/C++ geschriebene Android-Apps sowie die Unity Game Engine liefern können. Noch läuft die Entwicklung auf Hochtouren, so dass alle Teile des Produkts noch experimenteller Natur sind.
Die Nutzungsmöglichkeiten des Prototypen von Googles Project Tango sind sehr vielfältig. Denkbar wäre zum Beispiel, dass Nutzer vor dem Kauf von Möbeln ohne großen Aufwand ein 3D-Modell ihrer Wohnung erstellen könnten. Auch die Verwendung durch Sehbehinderte zu Orientierungs- und Navigationszwecken sei denkbar, so Google.
Als weitere Beispiele nennt Google das Versteckspielen mit dem Lieblings-Videospielcharakter des Users und andere Augmented Reality Spiele, bei denen man wie bei Google Ingress Territorien erobern oder eben virtuelle Armeen kommandieren kann. Die Suche nach virtuellen Schätzen, die in der echten Welt versteckt sind, sei ebenfalls eine der vielen Ideen für die Nutzung der Daten.
Google sucht nun professionelle Entwickler, die "mehr als eine Touchscreen-App" schaffen und dabei die 3D-Sensoren und Geometriedaten nutzen wollen, die das Telefon liefert. Es gehe darum, die Technologie voranzutreiben und großartige Nutzungserlebnisse auf der neuen Plattform von Project Tango zu schaffen.
Aktuell stehen 200 Prototypen als Teil von Entwickler-Kits zur Verfügung, die unterschiedlichen Themengebieten wie Mapping/Navigation oder auch Single- und Multiplayer-Gaming zugeordnet sind. Die ersten Einheiten sollen ab dem 14. März verteilt werden.
Thema:
Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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