LG bringt 2015 erstes Tablet mit Googles "Project Tango"-Technik

Google hat auf der Entwicklerkonferenz I/O angekündigt, dass man schon im nächsten Jahr die ersten Produkte auf Basis des hauseigenen "Project Tango" auf den Markt bringen will. In Kooperation mit LG soll ein Tablet entstehen, das dank Kameras und Sensoren in der Lage ist, seine Umwelt wahrzunehmen und darauf zu reagieren.
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Wie unter anderem das US-Technikportal The Verge berichtet, kündigte Regina Dugan von Googles Advanced Technology and Projects Group (ATAP) an, dass man eine Partnerschaft mit dem südkoreanischen Elektronikriesen LG eingegangen ist, um "Project Tango" in Form eines für den Verbrauchermarkt konzipierten Tablets in den Handel zu bringen.


Konkrete Details zum ersten "Project Tango"-Tablet von LG verrieten die Beteiligten nicht, so dass lediglich von einer Einführung im Jahr 2015 die Rede war. Die Mitglieder des Google ATAP-Teams zeigten jedoch erneut eine Reihe von Beispielen, wie die in bei von ihnen entwickelten Smartphones und Tablets verbauten Sensoren und Kameras für neue Nutzungsszenarien der Geräte sorgen sollen.

Keine Details, aber viel Potenzial

Unter anderem wurde gezeigt, wie man mit Hilfe der 3D-Kameras und Tiefensensoren der "Project Tango"-Tablets eine Karte der eigenen Wohnung aufzeichnen kann, oder in einem Spiel mit virtuellen Charakteren interagieren soll, die in die reale Welt eingebettet werden. Dabei musste sich Projektleiter Johnny Lee mit seinem Tablet hinknien, um mit einem sehr kleinen Zauberer zu sprechen, der ihm auf dem Tablet angezeigt wurde.

Noch steckt "Project Tango" freilich in den Kinderschuhen, doch Lee, der vor einigen Jahren für seine Experimente mit der Infrarot-Kamera in Nintendos Wiimote-Fernbedienung, den dazugehörigen IR-LEDs und damit auf simpelste Art und Weise erzeugten Möglichkeiten zur Navigation durch 3D-Welten bekannt wurde, sieht großes Potenzial. Die Möglichkeiten und Ideen seien gegeben, doch noch hapere es an Hard- und Software, um all das umzusetzen.

Schon jetzt bietet Google Entwicklern ein Smartphone und seit kurzem auch ein neues Tablet mit einem sehr leistungsstarken Nvidia-Chip, vier Gigabytem RAM und einer Reihe von Tiefensensoren, Infrarot- und normalen Kameras und diversen weiteren Messelementen an, mit dessen Hilfe neue Apps und Anwendungsmöglichkeiten geschaffen werden sollen. Hintergrund ist die Idee, ein Endgerät seine Umwelt wahrnehmen und diese Informationen in die Verwendung einfließen zu lassen.
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