Rovio: Arbeiten nicht mit NSA und Co. zusammen

Die finnischen Macher des Mega-Hits Angry Birds dementierten in einem Statement jegliche Zusammenarbeit mit Regierungsbehörden. Hintergrund sind die jüngsten Leaks aus dem Fundus von Whistleblower Edward Snowden.
Videospiel, Angry Birds, Rovio
Rovio
Anfang der Woche hatten die US-Tageszeitung New York Times und der britische Guardian Dokumente zu einem bisher unbekannten Spionageprogramm namens "The Mobile Surge" veröffentlicht. Demnach sollen die NSA und ihr britisches Pendant GCHQ schon seit Jahren mobile Apps "abhören" und auf diese Weise massenhaft persönliche Informationen zu Standort, Geschlecht, Alter und sogar sexueller Orientierung sammeln.

Dabei fiel auch der Name Angry Birds. Der Entwickler des Spiels, das finnische Studio Rovio, dementierte nun jegliche Zusammenarbeit mit Regierungsbehörden. Wie Games Industry International berichtet, hat man deshalb ein Statement veröffentlicht und erklärt, dass man "mit Spionagebehörden von Regierungen keine Daten teilt, nicht mit ihnen zusammenarbeitet und auch nicht konspiriert."


Rovio-Chef Mikael Hed vermutet vielmehr, dass die "mutmaßliche Überwachung" im Zusammenhang mit Werbenetzwerken von Drittanbietern stehen könnte. Derartige Anzeigen-Netze sind in diesem Geschäft gang und gäbe, so der Rovio-Chef, und werden von "Millionen von kommerziellen Webseiten" eingesetzt. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, dann dürften auch unzählige andere App-Anbieter betroffen sein.

Der Rovio-Chef beteuert, dass "das Vertrauen unserer Fans" das wichtigste überhaupt sei und man deren Privatsphäre "extrem ernst" nehme. Deshalb werde man jene Werbenetzwerke "neu bewerten", die für Spionagezwecke genutzt und missbraucht werden. Sollte man dabei Unregelmäßigkeiten finden, wird es seitens des finnischen Entwicklers natürlich Konsequenzen geben.

Siehe auch: Neuer Leak - NSA & Co sammeln Daten mobiler Apps
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