Snowden zukünftig an Seite des großen Vorgängers
Die Freedom of the Press Foundation (FPF) will in den USA ein klares politisches Signal aussenden und hat ihren Vorstand um den Whistlebower Edward Snowden erweitert.
Die Berufung wurde im Namen der Organisation von Daniel Ellsberg verkündet, der selbst zu den Gründern der FPF gehört. Bekannt wurde er selbst als Whistleblower: Ellsberg hatte im Jahr 1971 als Beschäftigter der RAND Corporation Zugang zu geheimen Akten des US-Verteidigungsministeriums. Er kopierte hier rund 7.000 Seiten aus Aktenordnern. Diese später als Pentagon-Papers bekannt gewordenen Unterlagen enthielten Belege dafür, dass die US-Regierung über mehrere Präsidenten hinweg die Öffentlichkeit über die Entwicklung in Vietnam belogen hatte, damit die allgemeine Stimmung nicht gegen den Krieg in der Region kippte.
Die Regierung untersagte daraufhin einer Zeitung nach der anderen, entsprechende Informationen zu veröffentlichen, was in den USA ein bis dahin einmaliger Vorgang war. Der Oberste Gerichtshof hob diese Verbote allerdings mit einem Grundsatzurteil für die Pressefreiheit auf. Ein Verfahren gegen Ellsberg, dem über hundert Jahre Haft drohten, scheiterte, weil Agenten sogar bei dessen Ärzten eingebrochen waren, um etwas belastendes gegen ihn zu finden.
Der Whistlebower erklärte nun, dass er stolz sei, Snowden im FPF-Vorstand begrüßen zu können. Dieser stelle für ihn persönlich einen Helden dar. Seine Veröffentlichungen hätten der amerikanischen Öffentlichkeit erstmals die Möglichkeit einer demokratischen Debatte über die Überwachungsprogramme der NSA gegeben. "Verantwortungsvoller Journalismus kann ohne solche couragierten Aktionen, wie sie Snowden durchführte, nicht funktionieren. Wir brauchen mehr wie ihn", sagte Ellsberg.
Snowden ist dabei nicht der einzige Beteiligte an der Berichterstattung über die NSA und andere Geheimdienste. Auch die beiden Journalisten Glenn Greenwald und Laura Poitras, denen er seine Informationen im vergangenen Jahr in Hongkong übergab, haben Vorstandsposten bei der Organisation inne. Die beiden haben bisher auch den wesentlichen Anteil an der Aufbereitung der Daten und an der Berichterstattung geleistet.
Die Regierung untersagte daraufhin einer Zeitung nach der anderen, entsprechende Informationen zu veröffentlichen, was in den USA ein bis dahin einmaliger Vorgang war. Der Oberste Gerichtshof hob diese Verbote allerdings mit einem Grundsatzurteil für die Pressefreiheit auf. Ein Verfahren gegen Ellsberg, dem über hundert Jahre Haft drohten, scheiterte, weil Agenten sogar bei dessen Ärzten eingebrochen waren, um etwas belastendes gegen ihn zu finden.
Der Whistlebower erklärte nun, dass er stolz sei, Snowden im FPF-Vorstand begrüßen zu können. Dieser stelle für ihn persönlich einen Helden dar. Seine Veröffentlichungen hätten der amerikanischen Öffentlichkeit erstmals die Möglichkeit einer demokratischen Debatte über die Überwachungsprogramme der NSA gegeben. "Verantwortungsvoller Journalismus kann ohne solche couragierten Aktionen, wie sie Snowden durchführte, nicht funktionieren. Wir brauchen mehr wie ihn", sagte Ellsberg.
Snowden ist dabei nicht der einzige Beteiligte an der Berichterstattung über die NSA und andere Geheimdienste. Auch die beiden Journalisten Glenn Greenwald und Laura Poitras, denen er seine Informationen im vergangenen Jahr in Hongkong übergab, haben Vorstandsposten bei der Organisation inne. Die beiden haben bisher auch den wesentlichen Anteil an der Aufbereitung der Daten und an der Berichterstattung geleistet.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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