Investor verklagt EA wegen Battlefield-4-Bugs
Der Electronic-Arts-Shooter Battlefield 4 ist auch rund eineinhalb Monate nach der Veröffentlichung alles andere als fehlerfrei. Ein Investor hat nun eine Klage gegen den Publisher eingereicht und wirft EA vor, dass man die Bugs absichtlich verschwiegen hat.
Die Sammelklage, die im Northern District of California gegen den Großpublisher Electronic Arts eingereicht worden ist, wirft dem Unternehmen vor, dass dieses gegen US-amerikanische Wertpapier-Gesetze verstoßen habe. Als Grund wird genannt, dass EA bewusst "falsche und irreführende Statements" zur Entwicklung von Battlefield 4 gemacht habe, berichtet GamesIndustry International.
Laut der Klageschrift sollen EA bzw. dessen hochrangige Manager von den zahlreichen Bugs bereits im Vorfeld gewusst haben. Um den kommerziellen Erfolg des Spiels nicht zu gefährden, habe man an Investoren aber Falschinformationen weitergegeben, das sollte die Aktien des Unternehmens auf einem hohen Kurs halten.
Die Sammelklage wurde stellvertretend für alle Investoren, die im Zeitraum zwischen 24. Juli und 4. Dezember 2013 Aktien gekauft haben, eingereicht. Der 4. Dezember markiert das Datum, an dem EA angekündigt hat, alle anderen Projekte von BF4-Entwickler DICE auf Eis zu legen, bis die Battlefield-4-Bugs behoben sind.
Namentlich genannt werden CEO Andrew Wilson, CFO Blake Jorgenson, EA-Labels-Präsident, EA-Vize Patrick Soderlund und COO Peter Moore. Alle genannten EA-Manager mit Ausnahme von Jorgenson haben während des in der Klage genannten Zeitraums Anteile in Höhe von mindestens einer Million Dollar verkauft, Gibeau soll mit Verkäufen zwei Tage nach dem BF4-Launch rund 5,7 Millionen Dollar verdient haben.
In der Klage werden einige Aussagen zitiert, die die EA-Führungskräfte im Vorfeld der Veröffentlichung bei Investor Calls und ähnlichen Veranstaltungen gemacht und dabei das Spiel überschwänglich gelobt haben sollen. Und diese Aussagen hätten die Manager gemacht, obwohl sie sehr wohl um den "fehlerverseuchten" Zustand von BF4 Bescheid wussten, so der Kläger. EA hat die Vorwürfe mittlerweile als unbegründet bezeichnet und eine "aggressive Verteidigung" angekündigt.
Laut der Klageschrift sollen EA bzw. dessen hochrangige Manager von den zahlreichen Bugs bereits im Vorfeld gewusst haben. Um den kommerziellen Erfolg des Spiels nicht zu gefährden, habe man an Investoren aber Falschinformationen weitergegeben, das sollte die Aktien des Unternehmens auf einem hohen Kurs halten.
Die Sammelklage wurde stellvertretend für alle Investoren, die im Zeitraum zwischen 24. Juli und 4. Dezember 2013 Aktien gekauft haben, eingereicht. Der 4. Dezember markiert das Datum, an dem EA angekündigt hat, alle anderen Projekte von BF4-Entwickler DICE auf Eis zu legen, bis die Battlefield-4-Bugs behoben sind.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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