Wenig menschlich: 2013 gehört das Netz den Bots
Das Internet soll Menschen miteinander verbinden. Laut einer neuen Studie sind es aber gar nicht wir, die das weltweite Netz beherrschen. Der meiste Webtraffic wurde 2013 von Bots verursacht.
Das Internet der Bots
Soziale Medien, Foren & Co.: Eigentlich könnte man den Eindruck haben, das Internet ist voll von Menschen. Laut einer neuen Studie ist auf den Datenautobahnen aber immer weniger Platz für humane Interaktion. Demnach wurden 2013 rund 61,5 Prozent des gesamten Internetverkehrs nicht von Menschen verursacht.
Zum Vergleich: Im Vorjahr lagen Mensch und Maschine beim Internet-Verkehrsaufkommen mit 49 zu 50 Prozent noch auf Augenhöhe. 2013 waren nur noch 38,5 Prozent der Datenbewegungen von Menschen ausgelöst worden. Infografik: Incapsula: Internet Traffic 2013
Diese Zahlen hat der Internet-Sicherheits-Anbieter Incapsula in einem Blogbeitrag vorgestellt. Darin wird auch detailliert aufgeschlüsselt, was die nicht-menschlichen Bots im Internet so treiben. Der Löwenanteil der Datenbewegungen entfällt mit 31 Prozent auf Such-Maschinen und andere "gutartige" Dienste, die das Netz automatisiert durchforsten.
Immerhin 5 Prozent des Internet-Traffics wird von sogenannten "Scrapers" verursacht, die beispielsweise Email-Adressen für Spam-Netzwerke sammeln oder Inhalte unerlaubt duplizieren. Hacking Tools sind in diesem Jahr für 4,5 Prozent der Bewegungen im Internet verantwortlich, und verteilen dabei Malware, übernehmen Server oder zerstören Inhalte.
Beim Thema Spam, ist dagegen eine erfreuliche Entwicklung zu erkennen. Schon im letzten Jahr lag der Wert mit rund 2 Prozent recht niedrig. 2013 setzt sich dieser Trend fort. Demnach entfallen in diesem Jahr nur noch 0,5 Prozent des Internet-Verkehrs auf Spam-Aktivitäten.
Laut den Sicherheits-Experten von Incapsula könnte dafür vor allem Googles Anti-Spam-Kampagne verantwortlich sein. Nach Googles eigenen Zahlen sollen die Bemühungen das Aufkommen von automatisiertem "Link-Spamming" um 75 Prozent verringert haben.
Hacker werden immer aktiver
20,5 Prozent des weltweiten Datenaustausches schreibt die Studie den sogenannten "Impersonators" zu. Diese Bots versuchen, meist mit einer gefälschten Service-Identität getarnt, die Sicherheits-Maßnahmen von Web-Diensten zu überlisten. Unter diesen bösartigen Programmen finden sich vor allem auch solche, die für einen bestimmten Zweck sozusagen handgefertigt wurden.
Wie die Macher der Studie schreiben, ist daran in diesem Jahr auch ein klarer Trend zu erkennen: Gezieltes Hacken macht einen immer größeren Anteil am Web-Traffic aus. Mit anderen Worten: Hacker werden immer aktiver. In dieser Hinsicht ist das Internet also doch wieder in der Hand von Menschen.
Soziale Medien, Foren & Co.: Eigentlich könnte man den Eindruck haben, das Internet ist voll von Menschen. Laut einer neuen Studie ist auf den Datenautobahnen aber immer weniger Platz für humane Interaktion. Demnach wurden 2013 rund 61,5 Prozent des gesamten Internetverkehrs nicht von Menschen verursacht.
Zum Vergleich: Im Vorjahr lagen Mensch und Maschine beim Internet-Verkehrsaufkommen mit 49 zu 50 Prozent noch auf Augenhöhe. 2013 waren nur noch 38,5 Prozent der Datenbewegungen von Menschen ausgelöst worden. Infografik: Incapsula: Internet Traffic 2013
Diese Zahlen hat der Internet-Sicherheits-Anbieter Incapsula in einem Blogbeitrag vorgestellt. Darin wird auch detailliert aufgeschlüsselt, was die nicht-menschlichen Bots im Internet so treiben. Der Löwenanteil der Datenbewegungen entfällt mit 31 Prozent auf Such-Maschinen und andere "gutartige" Dienste, die das Netz automatisiert durchforsten.
Immerhin 5 Prozent des Internet-Traffics wird von sogenannten "Scrapers" verursacht, die beispielsweise Email-Adressen für Spam-Netzwerke sammeln oder Inhalte unerlaubt duplizieren. Hacking Tools sind in diesem Jahr für 4,5 Prozent der Bewegungen im Internet verantwortlich, und verteilen dabei Malware, übernehmen Server oder zerstören Inhalte.
Beim Thema Spam, ist dagegen eine erfreuliche Entwicklung zu erkennen. Schon im letzten Jahr lag der Wert mit rund 2 Prozent recht niedrig. 2013 setzt sich dieser Trend fort. Demnach entfallen in diesem Jahr nur noch 0,5 Prozent des Internet-Verkehrs auf Spam-Aktivitäten.
Laut den Sicherheits-Experten von Incapsula könnte dafür vor allem Googles Anti-Spam-Kampagne verantwortlich sein. Nach Googles eigenen Zahlen sollen die Bemühungen das Aufkommen von automatisiertem "Link-Spamming" um 75 Prozent verringert haben.
Hacker werden immer aktiver
20,5 Prozent des weltweiten Datenaustausches schreibt die Studie den sogenannten "Impersonators" zu. Diese Bots versuchen, meist mit einer gefälschten Service-Identität getarnt, die Sicherheits-Maßnahmen von Web-Diensten zu überlisten. Unter diesen bösartigen Programmen finden sich vor allem auch solche, die für einen bestimmten Zweck sozusagen handgefertigt wurden.
Wie die Macher der Studie schreiben, ist daran in diesem Jahr auch ein klarer Trend zu erkennen: Gezieltes Hacken macht einen immer größeren Anteil am Web-Traffic aus. Mit anderen Worten: Hacker werden immer aktiver. In dieser Hinsicht ist das Internet also doch wieder in der Hand von Menschen.
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