NSA will weiteren Snowden-Leaks nun zuvorkommen
Der US-Geheimdienst NSA will in der kommenden Zeit selbst verschiedene Informationen öffentlich machen und so weiteren Enthüllungen aus dem Snowden-Archiv zuvorkommen.
Das berichtet das US-Radionetzwerk NPR unter Berufung auf nicht namentlich genannte Vertreter der Organisation. Das Ziel der neuen Strategie liegt demnach darin, wieder halbwegs die Kontrolle darüber zu erhalten, was auf welchem Wege an die Öffentlichkeit kommt. Denn in den Daten, die Edward Snowden aus dem NSA-Netzwerk holte, dürfte sich noch so einiges befinden, was bisher nicht veröffentlich wurde.
Dies hatte auch NSA-Direktor Keith Alexander kürzlich bestätigt: Snowden habe offenbar bis zu 200.000 Dokumente mitgenommen, als er seinen Arbeitsplatz in Hawaii verließ - und wenn dem so ist, stehe die Veröffentlichung des größeren Teils noch bevor, erklärte Alexander.
Bei dem Geheimdienst ordnet man die Informationen, die nun beim Journalisten Glenn Greenwald in Brasilien liegen, in vier Kategorien ein: Die Fähigkeiten und Partnerschaften der NSA, ihre Analysen und die so genannten "Requirements" - dabei geht es um Anfragen von anderen US-Behörden an die NSA.
Die meisten bisherigen Veröffentlichungen beschäftigten sich dabei mit den Fähigkeiten und Partnerschaften. Was konkrete Analysen über konkrete Gefahren und die Einschätzung von überwachten Personen angeht, scheint man weniger Bedenken zu haben: Greenwald und seine Partner haben bisher sehr vorsichtig agiert und vermieden es, zu konkrete Informationen über aktuelle Operationen des Geheimdienstes offenzulegen. So wurde beispielsweise auch der genaue Standort eines Abhör-Postens des britischen GCHQ im Nahen Osten nicht enthüllt, um die Mitarbeiter vor Ort nicht zu gefährden.
Größere Sorgen machen den Verantwortlichen hingegen die Requirements. Aus diesen geht hervor, welche Regierungsbehörden von der NSA tiefergehende Informationen zu bestimmten Zielen haben wollen. Hier wird vor allem befürchtet, dass eine Veröffentlichung Schwächen in der Sicherheits-Struktur der USA offenlegt.
Aktuell arbeite man daher mit einem Berg von rund 36.000 Seiten, die in diesen Bereich fallen und prüft, wie man die darin enthaltenen Informationen proaktiv selbst an die Öffentlichkeit bringt. Dies soll es ermöglichen, die Kontrolle darüber zurückzuerhalten, wie die Offenlegung geschieht, und die Debatte über die Überwachungsprogramme wieder besser im eigenen Sinne zu beeinflussen. Denn zurückzuhalten werden diese Informationen mittelfristig ohnehin nicht sein.
Dies hatte auch NSA-Direktor Keith Alexander kürzlich bestätigt: Snowden habe offenbar bis zu 200.000 Dokumente mitgenommen, als er seinen Arbeitsplatz in Hawaii verließ - und wenn dem so ist, stehe die Veröffentlichung des größeren Teils noch bevor, erklärte Alexander.
Bei dem Geheimdienst ordnet man die Informationen, die nun beim Journalisten Glenn Greenwald in Brasilien liegen, in vier Kategorien ein: Die Fähigkeiten und Partnerschaften der NSA, ihre Analysen und die so genannten "Requirements" - dabei geht es um Anfragen von anderen US-Behörden an die NSA.
Die meisten bisherigen Veröffentlichungen beschäftigten sich dabei mit den Fähigkeiten und Partnerschaften. Was konkrete Analysen über konkrete Gefahren und die Einschätzung von überwachten Personen angeht, scheint man weniger Bedenken zu haben: Greenwald und seine Partner haben bisher sehr vorsichtig agiert und vermieden es, zu konkrete Informationen über aktuelle Operationen des Geheimdienstes offenzulegen. So wurde beispielsweise auch der genaue Standort eines Abhör-Postens des britischen GCHQ im Nahen Osten nicht enthüllt, um die Mitarbeiter vor Ort nicht zu gefährden.
Größere Sorgen machen den Verantwortlichen hingegen die Requirements. Aus diesen geht hervor, welche Regierungsbehörden von der NSA tiefergehende Informationen zu bestimmten Zielen haben wollen. Hier wird vor allem befürchtet, dass eine Veröffentlichung Schwächen in der Sicherheits-Struktur der USA offenlegt.
Aktuell arbeite man daher mit einem Berg von rund 36.000 Seiten, die in diesen Bereich fallen und prüft, wie man die darin enthaltenen Informationen proaktiv selbst an die Öffentlichkeit bringt. Dies soll es ermöglichen, die Kontrolle darüber zurückzuerhalten, wie die Offenlegung geschieht, und die Debatte über die Überwachungsprogramme wieder besser im eigenen Sinne zu beeinflussen. Denn zurückzuhalten werden diese Informationen mittelfristig ohnehin nicht sein.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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