"Cleverer Heuchler":
Kritik an Zuckerberg-Initiative
Facebook-Chef Mark Zuckerbergs hat gestern eine vielbeachtete Initiative namens Internet.org angekündigt. Diese will in Entwicklungsländern für mehr Internet sorgen, Kritiker bezeichneten das aber nun als karitativ getarntes Geschäftsmodell.
Selbstloser Wohltäter oder cleverer Geschäftsmann? Das ist die Frage, die sich wohl viele bei der gestrigen Vorstellung von Internet.org durch Mark Zuckerberg gestellt haben. Die Antwort liefert das bekannte US-Technik-Blog The Verge und meint, dass Zuckerbergs Initiative Business sei, die sich lediglich als Wohltätigkeit "verkleidet".
The Verge ist sich sicher, dass Philanthropie nichts mit Internet.org zu tun habe. Im Gegenteil sogar: Es sei ein "nüchterner Business-Schritt", mit dem Facebook "und dessen Freunde in der Smartphone-Welt" die noch größte auf der Welt verbleibende Gruppe an Kunden hofieren wollen, nämlich jene, die noch gar nicht online sind.
Das Blog wirft Mark Zuckerberg und den Unterstützern der Initiative vor, dass man sich durch die Verwendung von .org als Non-Profit-Organisation positioniere, was man aber definitiv nicht sei. Zuckerberg präsentiere "clevere Heuchelei", wenn er in seinem auf Facebook veröffentlichten Statement erklärt, dass ein derartiges Projekt lange oder womöglich nie profitabel sein werde.
Vielmehr bleibe Facebook keine andere Wahl mehr, als die Fühler in diese Richtung auszustrecken, da die westlichen Märkte für das soziale Netzwerk längst übersättigt seien. Das soziale Netzwerk wolle in Entwicklungsländern zum "Synonym für das Internet" werden, meint The Verge-Autor Ben Popper.
Das alles habe vor allem ein Ziel: Facebook will die Identitäten der neuen Nutzer, um diese im Sinne des grundsätzlichen Modells des sozialen Netzwerks für zielgerechte Werbung verwenden zu können.
Siehe auch: Internet.org - Zuckerberg will Netz für alle Menschen
The Verge ist sich sicher, dass Philanthropie nichts mit Internet.org zu tun habe. Im Gegenteil sogar: Es sei ein "nüchterner Business-Schritt", mit dem Facebook "und dessen Freunde in der Smartphone-Welt" die noch größte auf der Welt verbleibende Gruppe an Kunden hofieren wollen, nämlich jene, die noch gar nicht online sind.
Das Blog wirft Mark Zuckerberg und den Unterstützern der Initiative vor, dass man sich durch die Verwendung von .org als Non-Profit-Organisation positioniere, was man aber definitiv nicht sei. Zuckerberg präsentiere "clevere Heuchelei", wenn er in seinem auf Facebook veröffentlichten Statement erklärt, dass ein derartiges Projekt lange oder womöglich nie profitabel sein werde.
Vielmehr bleibe Facebook keine andere Wahl mehr, als die Fühler in diese Richtung auszustrecken, da die westlichen Märkte für das soziale Netzwerk längst übersättigt seien. Das soziale Netzwerk wolle in Entwicklungsländern zum "Synonym für das Internet" werden, meint The Verge-Autor Ben Popper.
Das alles habe vor allem ein Ziel: Facebook will die Identitäten der neuen Nutzer, um diese im Sinne des grundsätzlichen Modells des sozialen Netzwerks für zielgerechte Werbung verwenden zu können.
Siehe auch: Internet.org - Zuckerberg will Netz für alle Menschen
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