Facebook zeigt: CDUler interessiert Politik gar nicht
Hinsichtlich der immer wieder aktualisierten Umfragen zur Bundestagswahl wird immer wieder über mögliche Parteienkoalitionen spekuliert - doch die meisten von ihnen passen nicht im geringsten zusammen, wie auf Facebook deutlich wird.
Denn die Parteien definieren sich - zumindest in der Theorie - über die Befindlichkeiten und die Lebensweise ihrer Basis. Und hier drohen Konflikte, wenn man die falschen Gruppen zur Zusammenarbeit verdonnert. So dürfte es kompliziert werden, Menschen, die ihre politischen Vorstellungen mit hohen moralischen Werten begründen, mit solchen Zusammenzubringen, die eigentlich nur den Spaß am kommenden Wochenende im Kopf haben.
Laut einer Untersuchung, die Sozialwissenschaftler auf dem Social Network Facebook durchführten, gehen die Interessen der Mitglieder verschiedener Parteien so weit auseinander, dass einige Koalitionen schon jetzt als unpassend deklariert werden müssen, berichtet die Wochenzeitung Zeit in ihrer morgigen Ausgabe.
Hinsichtlich der Lebenswelten der Parteianhänger hätten weder die sogenannte Jamaika- (CDU, FDP, Grüne) noch eine Ampelkoalition (SPD, FDP, Grüne) oder Schwarz-Grün gute Aussichten, so die Medienforscher Klaus Holthausen und Alexander Güttler, die die Studie durchführten.
20.000 Facebook-Profile wurden von ihnen in Bezug auf Parteianhängerschaft untersucht. "Zwischen grünem und schwarz-gelbem Kosmos gibt es praktisch keine Gemeinsamkeiten", so das Fazit von Studienleiter Güttler. Für Rot-Rot-Grün stünden die Chancen dagegen besser: "Die Anti-Haltung der SPD und der Lifestyle-Idealismus der Grünen multiplizieren sich im Genom der Linken", heißt es in der Erhebung.
Die Forscher fanden heraus, dass sich Unionsanhänger weit mehr als alle anderen für Fußball interessieren und von politischen Themen wenig bewegt sind. "SPDler positionieren sich vor allem gegen Sachen", sagte Güttler. Bei den Grünen erkannten die Forscher "eine hohe Moral". Unter Freidemokraten löse hingegen, so die Erhebung, gerade diese Lebenswelt regelrechte Abscheu aus.
Laut einer Untersuchung, die Sozialwissenschaftler auf dem Social Network Facebook durchführten, gehen die Interessen der Mitglieder verschiedener Parteien so weit auseinander, dass einige Koalitionen schon jetzt als unpassend deklariert werden müssen, berichtet die Wochenzeitung Zeit in ihrer morgigen Ausgabe.
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20.000 Facebook-Profile wurden von ihnen in Bezug auf Parteianhängerschaft untersucht. "Zwischen grünem und schwarz-gelbem Kosmos gibt es praktisch keine Gemeinsamkeiten", so das Fazit von Studienleiter Güttler. Für Rot-Rot-Grün stünden die Chancen dagegen besser: "Die Anti-Haltung der SPD und der Lifestyle-Idealismus der Grünen multiplizieren sich im Genom der Linken", heißt es in der Erhebung.
Die Forscher fanden heraus, dass sich Unionsanhänger weit mehr als alle anderen für Fußball interessieren und von politischen Themen wenig bewegt sind. "SPDler positionieren sich vor allem gegen Sachen", sagte Güttler. Bei den Grünen erkannten die Forscher "eine hohe Moral". Unter Freidemokraten löse hingegen, so die Erhebung, gerade diese Lebenswelt regelrechte Abscheu aus.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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