FR: Polizei verweist bei Vermissten auf Facebook
In Frankreich soll die Polizei nicht mehr länger dafür zuständig sein, nach Personen zu suchen, die sich von ihrem Umfeld abgesondert haben, und statt dessen für die Recherche auf Social Networks verweisen.
Das französische Innenministerium hat eine neue Richtlinie herausgegeben, wonach die Polizei zukünftig nicht mehr nach vermissten Erwachsenen suchen soll - es sei denn, es gibt tatsächlich Anhaltspunkte auf eine Gefahrensituation. Damit wird ein Zuständigkeitsbereich abgeschafft, der ein gutes Jahrhundert alt ist.
Ursprünglich wurde die Suche nach Personen, die von ihrer Familie vermisst werden, im Ersten Weltkrieg in das Aufgabenprofil der Polizei aufgenommen. Damals ging es darum, Familien, die im Zuge der Kriegswirren auseinander gerissen wurden, wieder zusammenzuführen. Nach Angaben des Ministeriums sind Suchanfragen nach Erwachsenen, bei denen es keine Anhaltspunkte auf eine Straftat gibt, in den letzten Jahren immer weniger geworden. In den meisten Fällen ging es darum, Elternteile ausfindig zu machen, die sich mit einem Umzug an eine unbekannte Adresse davor drücken wollten, Alimente für ihre Nachkommen zu zahlen.
Aufgrund der neuen Weisung aus dem Innenministerium hat die Polizei Fahndungen dieser Art inzwischen eingestellt und nimmt ab heute auch keine entsprechenden Anzeigen mehr entgegen. Den Beamten wird für entsprechende Fälle eine moderne Handlungsempfehlung an die Hand gegeben: "Sie können die Bürger an die sozialen Netzwerke im Internet verweisen, die hier interessante Möglichkeiten eröffnen", heißt es in einem Schreiben an die lokalen Polizeichefs.
Vermisstmeldungen sollen aber weiterhin angenommen und wie bisher bearbeitet werden, wenn es um minderjährige Personen geht oder Hinweise darauf vorliegen, dass der oder die Verschwundene Opfer einer Straftat beziehungsweise suizidgefährdet sein könnte. In diesen Fällen kommen ohnehin andere Verfahrensweisen zum Einsatz.
Seitens des Innenministeriums geht man davon aus, dass das Zurückgehen von Suchanfragen bei der Polizei in den letzten Jahren bereits auf die zunehmende Nutzung von sozialen Netzwerken zurückzuführen ist. Hier gab es in der Vergangenheit schon mehrfach Beispiele dafür, dass Familienteile wieder miteinander in Kontakt kamen, die lange nichts mehr voneinander wussten.
Ursprünglich wurde die Suche nach Personen, die von ihrer Familie vermisst werden, im Ersten Weltkrieg in das Aufgabenprofil der Polizei aufgenommen. Damals ging es darum, Familien, die im Zuge der Kriegswirren auseinander gerissen wurden, wieder zusammenzuführen. Nach Angaben des Ministeriums sind Suchanfragen nach Erwachsenen, bei denen es keine Anhaltspunkte auf eine Straftat gibt, in den letzten Jahren immer weniger geworden. In den meisten Fällen ging es darum, Elternteile ausfindig zu machen, die sich mit einem Umzug an eine unbekannte Adresse davor drücken wollten, Alimente für ihre Nachkommen zu zahlen.
Aufgrund der neuen Weisung aus dem Innenministerium hat die Polizei Fahndungen dieser Art inzwischen eingestellt und nimmt ab heute auch keine entsprechenden Anzeigen mehr entgegen. Den Beamten wird für entsprechende Fälle eine moderne Handlungsempfehlung an die Hand gegeben: "Sie können die Bürger an die sozialen Netzwerke im Internet verweisen, die hier interessante Möglichkeiten eröffnen", heißt es in einem Schreiben an die lokalen Polizeichefs.
Vermisstmeldungen sollen aber weiterhin angenommen und wie bisher bearbeitet werden, wenn es um minderjährige Personen geht oder Hinweise darauf vorliegen, dass der oder die Verschwundene Opfer einer Straftat beziehungsweise suizidgefährdet sein könnte. In diesen Fällen kommen ohnehin andere Verfahrensweisen zum Einsatz.
Seitens des Innenministeriums geht man davon aus, dass das Zurückgehen von Suchanfragen bei der Polizei in den letzten Jahren bereits auf die zunehmende Nutzung von sozialen Netzwerken zurückzuführen ist. Hier gab es in der Vergangenheit schon mehrfach Beispiele dafür, dass Familienteile wieder miteinander in Kontakt kamen, die lange nichts mehr voneinander wussten.
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