BSI warnt erneut vor Malware-streuendem OpenX

Der freie Werbe-Server OpenX wird seit einigen Tagen erneut von Online-Kriminellen angegriffen, um ihn als Verbreitungsweg für Malware zu missbrauchen. Der Schadcode wird dann über Werbebanner ausgeliefert.
Malware, Virus, Schädling
Wikimedia Commons
Bereits im Januar dieses Jahres hatte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf dieses Problem hingewiesen. Schuld ist eine Sicherheitslücke in der frei verfügbaren Software, die seit längerer Zeit nicht von den Entwicklern behoben wird.

Aktuell werden auf vielen bekannten und teils viel besuchten deutschsprachigen Webseiten - darunter auch die Online-Angebote von Nachrichten-, Politik-, Lifestyle- und Fachmagazinen, Tageszeitungen, Jobbörsen und Städteportalen - erneut manipulierte Werbebanner ausgeliefert, die schädlichen JavaScript-Code enthalten, der auf so genannte Exploit-Kits verweist.

Diese nutzen in der Regel bereits bekannte Schwachstellen in Java, im Adobe Reader, in Adobe Flash oder im Internet Explorer aus. Ziel der Angreifer ist es, Schadprogramme wie Online-Banking-Trojaner auf Windows-PCs zu installieren. Die Infektion des Rechners erfolgt dabei allein durch den Besuch einer Webseite, auf der ein entsprechend manipuliertes Werbebanner eingeblendet wird. Eine zusätzliche Nutzeraktion wie beispielsweise das Anklicken des Werbebanners ist für die Infektion nicht erforderlich.

Das Computer-Notfallteam CERT-Bund des BSI hat in den vergangenen Tagen bereits eine Vielzahl von Betreibern betroffener Webseiten informiert, damit diese die Ursache für die Auslieferung der schädlichen Werbebanner auf ihrer Webseite überprüfen und wenn möglich abstellen können. Derzeit werden jedoch täglich neue Webseiten identifiziert, auf denen schädliche Werbebanner ausgeliefert werden.

Für alle derzeit von den Exploit-Kits ausgenutzten Schwachstellen sind nach Angaben des BSI bereits seit längerem Sicherheitsupdates verfügbar. Trotzdem ist die Verbreitung der Schadprogramme erfolgreich, denn viele PC-Nutzer haben diese Sicherheitsupdates auf ihrem PC oder Notebook nicht installiert. Das BSI rät daher allen Nutzern dringend, den Stand der Sicherheitsaktualisierungen ihres Betriebssystems (Hinweis der Redaktion: z.B. über das WinFuture Update Pack), sowie des Browsers und anderer genutzter Anwendersoftware wie Java, Adobe Reader und Adobe Flash regelmäßig zu überprüfen und von den Herstellern bereitgestellte Sicherheitsupdates rasch zu installieren.
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