ArmA-Entwickler aus griechischer Haft entlassen

Nach 128 Tagen haben die griechischen Behörden jene zwei tschechischen Spielentwickler, die wegen angeblicher Spionage verhaftet worden sind, auf Kaution aus der Haft entlassen. Die beiden Mitarbeiter von Bohemia Interactive können nun nach Hause zurückkehren.
Videospiel, Armee, Arma 3
armedassault.info
Wie 'Rock Paper Shotgun' berichtet, können Ivan Buchta und Martin Pezlar nun wieder nach Tschechien zurück, die beiden wurden nach der Zahlung einer Kaution in Höhe von jeweils 5000 Euro freigelassen. Möglich gemacht wurde das durch Verhandlungen auf höchster Ebene und zwar sollen sich die Premierminister beider Länder, Antonis Samaras und Petr Nečas, direkt in dieser Causa ausgetauscht haben.


Damit endet für die beiden Spielentwickler eine mehr als vier Monate dauernde Haft, eine offizielle Anklage wurde übrigens bis heute nicht erhoben. Im Falle einer Anklage bzw. Verurteilung drohte den beiden je eine bis zu 20-jährige Haftstrafe.

Buchta und Pezlar sind Mitte September des vergangenen Jahres auf der griechischen Insel Lemnos verhaftet worden, da sie unerlaubt militärische Einrichtungen fotografiert hatten. Ihre Fotos waren als Spionage-Aktivität gedeutet worden, was auch den Hintergrund hat, dass sich Lemnos verhältnismäßig nahe an der türkischen Küste befindet.

Die beiden Programmierer hatten nie bestritten, die Aufnahmen gemacht zu haben, allerdings betonten sie stets, dass sie dabei lediglich auf Urlaub waren. Die Aufnahmen von den Anlagen des Militärs erklärten sie damit, dass sie im Rahmen ihrer Reise Orte besucht haben, die sie zuvor in den kommenden Taktik-Shooter ArmA 3 implementiert haben.

Welche Auflagen die nun erfolgte Freilassung auf Bewährung mit sich bringt, ist nicht genau bekannt. Das Land dürfen der 28- und der 33-Jährige jedenfalls verlassen, womit es nun wohl auch unwahrscheinlich ist, dass die beiden je offiziell angeklagt werden bzw. dass es tatsächlich zu einer Verhandlung kommt.
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