ArmA-Entwickler weiterhin in Haft - wegen Streiks

Vor etwa einem Monat wurde bekannt, dass zwei Mitarbeiter des tschechischen Entwicklerstudios Bohemia Interactive in Griechenland festgenommen worden sind, nachdem sie Militäranlagen fotografiert hatten. Die beiden sitzen allerdings immer noch hinter Gittern.
Videospiel, Armee, Arma 3
armedassault.info
Der Grund: Die griechische Justiz streikt in etwa seit dem Zeitpunkt der Festnahme der beiden Entwickler und das unbefristet. Das bedeutet, dass Ivan Buchta und Martin Pezlar im Gefängnis sitzen, ohne dass sich ein Gericht der Sache annimmt oder annehmen kann. Das berichtet das Gaming-Blog 'Kotaku' auf seiner australischen Seite unter Berufung auf die Initiative 'Helpivanmartin.org'.


Auf der Hilfs-Seite, die eine Freilassung der beiden Spielentwickler fordert, heißt es, dass die griechische Justiz nur in besonders dringenden Fällen den Streik unterbrechen kann bzw. muss. Der Streik soll mindestens bis 20. Oktober dauern. Wie Panayiotis Eleftheriou, der griechische Anwalt der beiden, mitteilte, muss es laut griechischem Recht spätestens nach 120 Tagen zu einer Verhandlung kommen.

Buchta und Pazlar wurden am 9. September 2012 auf der griechischen Insel Lemnos vor ihrem Hotel verhaftet, ihnen wird Spionage vorgeworfen, da sie unerlaubt militärische Einrichtungen fotografiert hätten. Nachdem es zunächst geheißen hatte, dass die Fotos und Videos zu Recherchezwecken gemacht worden seien, hat das Spiele-Studio Bohemia Interactive später ein Statement veröffentlicht, in dem es heißt, dass die beiden sich lediglich auf einer Urlaubsreise befunden hätten.

Als "Touristen" hätten sie ausschließlich in öffentlichen Umgebungen fotografiert und gefilmt. Auf einer Fahrt in der Nähe des Flughafens seien auch (ohne Absicht) Militärgebäude wie Hangars zu sehen gewesen, was der Auslöser für die Verhaftung gewesen sei. Laut einem Interview, das Anwalt Panayiotis Eleftheriou der tschechischen Webseite 'Lidovky' gegeben hat, geht es den griechischen Behörden um genau 14 Frames, auf denen die Militärgebäude im zuvor erwähnten Video zu sehen sind.
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Interessante Artikel & Testberichte
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!