Schleswig-Holstein: Schnelles Netz für alle erst 2030
Die Bürger im ländlichen Raum Schleswig-Holsteins werden zum Teil wohl noch sehr lange auf leistungsfähige Internet-Anbindungen warten müssen. Das geht aus einem Bericht der Fernsehsender 'NDR' hervor.
Demnach erklärte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD), dass nach den aktuellen Planungen erst im Jahr 2030 alle Regionen des nördlichsten Bundeslandes mit schnellen Internet-Anbindungen versorgt sein sollen. Fünf Jahre vorher will man zumindest eine Abdeckung von 90 Prozent erreichen. Dazu sollen neben einer Glasfaser-Infrastruktur auch andere Technologien vorangetrieben werden.
Das "Vorantreiben" ist allerdings wohl eher unter dem Gesichtspunkt norddeutscher Gemütlichkeit zu verstehen. Meyer betonte in seiner Stellungnahme auf einer Veranstaltung durchaus die große Bedeutung, die schnelle Internet-Verbindungen für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft des Landes haben, erkennt dabei aber offenbar nicht, dass die Entwicklung in diesem Bereich deutlich schneller vorangeht, als bei den von ihm im Vergleich angeführten Straßen-, Schienen- und Wasserwegen.
Die zuvor regierende CDU kritisierte die Pläne des neuen Wirtschaftsministers scharf. Immerhin fallen diese sogar klar hinter die Ziele der vorhergehenden schwarz-gelben Landesregierung zurück. Diese wollte immerhin durchsetzen, bis zum Jahr 2020 eine flächendeckende Versorgung mit 100 Megabit pro Sekunde zu erreichen.
So wird es wohl weiter einer starken Eigeninitiative der Menschen vor Ort bedürfen, wenn diese zeitnah einen schnellen Internet-Anschluss erhalten wollen. So startete beispielsweise gerade ein privat finanziertes Projekt in Nordfriesland, über das ein Glasfasernetz über 50 Gemeinden hinweg aufgebaut werden soll. Denn gute Netzanbindungen sind nicht nur ein wichtiger wirtschaftlicher Standortfaktor für Unternehmen und Freiberufler, die heute bereits zum überwiegenden Teil auf einen schnellen Internet-Zugang angewiesen sind. Auch Initiativen zu einer stärkeren Bürgerbeteiligung, wie sie beispielsweise das Projekt "Liquid Friesland" anstrebt, sind anders kaum zu erfolgversprechend.
Das "Vorantreiben" ist allerdings wohl eher unter dem Gesichtspunkt norddeutscher Gemütlichkeit zu verstehen. Meyer betonte in seiner Stellungnahme auf einer Veranstaltung durchaus die große Bedeutung, die schnelle Internet-Verbindungen für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft des Landes haben, erkennt dabei aber offenbar nicht, dass die Entwicklung in diesem Bereich deutlich schneller vorangeht, als bei den von ihm im Vergleich angeführten Straßen-, Schienen- und Wasserwegen.
Die zuvor regierende CDU kritisierte die Pläne des neuen Wirtschaftsministers scharf. Immerhin fallen diese sogar klar hinter die Ziele der vorhergehenden schwarz-gelben Landesregierung zurück. Diese wollte immerhin durchsetzen, bis zum Jahr 2020 eine flächendeckende Versorgung mit 100 Megabit pro Sekunde zu erreichen.
So wird es wohl weiter einer starken Eigeninitiative der Menschen vor Ort bedürfen, wenn diese zeitnah einen schnellen Internet-Anschluss erhalten wollen. So startete beispielsweise gerade ein privat finanziertes Projekt in Nordfriesland, über das ein Glasfasernetz über 50 Gemeinden hinweg aufgebaut werden soll. Denn gute Netzanbindungen sind nicht nur ein wichtiger wirtschaftlicher Standortfaktor für Unternehmen und Freiberufler, die heute bereits zum überwiegenden Teil auf einen schnellen Internet-Zugang angewiesen sind. Auch Initiativen zu einer stärkeren Bürgerbeteiligung, wie sie beispielsweise das Projekt "Liquid Friesland" anstrebt, sind anders kaum zu erfolgversprechend.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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