ARM will signifikanten Teil des PC-Marktes für sich
Der britische Chipdesigner ARM will seinen Einfluss über den Tablet-Bereich hinaus tiefer hinein in den Markt für klassische PCs und Notebooks ausdehnen, berichtete das 'Wall Street Journal'.
Rechnet man die Tablets in den PC-Markt hinein, werden im kommenden Jahr voraussichtlich bereits rund 10 Prozent der Geräte mit einem ARM-Prozessor angetrieben. Diesen Anteil wollen die Britien klar ausbauen - und zwar nicht nur über das wohl weiterhin starke Wachstum des Tablet-Segments. Der Marketing-Chef des Unternehmens, Ian Drew, will bis zum Jahr 2015 einen 10-prozentigen Anteil im klassischen PC-Markt erreichen.
Dies ist eine klare Kampfansage an den weltweit größten Chipproduzenten Intel, der diesen Sektor derzeit noch mit einem Marktanteil von über 80 Prozent dominiert. Und ARM setzt dabei durchaus auch auf den langjährigen Intel-Partner Microsoft. "Windows RT ist eine unserer wichtigsten Strategien", sagte er. Aber nicht nur die Windows-Version für ARM-Prozessoren soll dem Unternehmen den Weg ebnen. Auch Google spielt mit seinen Chromebooks eine wichtige Rolle in den Planungen.
Dem britischen Chipdesigner spielt außerdem die anhaltende Wirtschaftskrise in die Karten. Denn die Kaufkraft der Verbraucher sinkt derzeit immer weiter und ARM-Prozessoren sind recht preiswert. Insbesondere bei billigen, kompakten Notebooks kann das Unternehmen CPUs mit einer soliden Performance bieten. So sind die Chips zwar nicht so performant, wie Intels Core-Serie, in der Prozessoren ab 80 Dollar aufwärts kosten, ordentliche ARM-SoCs sind aber eben schon für 20 Dollar zu haben.
Im Gegenzug versucht Intel schon seit einiger Zeit, selbst auch in den Markt für mobile Geräte einzudringen - allerdings bisher quasi erfolglos. Selbst bei Tablets, die inzwischen mit Windows 8 auch über ein passendes x86-Betriebssystem verfügen, ist es allerdings fraglich, ob dies in nennenswertem Umfang gelingt. Wegen des höheren Preises wird hier vermutlich vor allem der Business-Bereich eine Rolle spielen.
Dies ist eine klare Kampfansage an den weltweit größten Chipproduzenten Intel, der diesen Sektor derzeit noch mit einem Marktanteil von über 80 Prozent dominiert. Und ARM setzt dabei durchaus auch auf den langjährigen Intel-Partner Microsoft. "Windows RT ist eine unserer wichtigsten Strategien", sagte er. Aber nicht nur die Windows-Version für ARM-Prozessoren soll dem Unternehmen den Weg ebnen. Auch Google spielt mit seinen Chromebooks eine wichtige Rolle in den Planungen.
Dem britischen Chipdesigner spielt außerdem die anhaltende Wirtschaftskrise in die Karten. Denn die Kaufkraft der Verbraucher sinkt derzeit immer weiter und ARM-Prozessoren sind recht preiswert. Insbesondere bei billigen, kompakten Notebooks kann das Unternehmen CPUs mit einer soliden Performance bieten. So sind die Chips zwar nicht so performant, wie Intels Core-Serie, in der Prozessoren ab 80 Dollar aufwärts kosten, ordentliche ARM-SoCs sind aber eben schon für 20 Dollar zu haben.
Im Gegenzug versucht Intel schon seit einiger Zeit, selbst auch in den Markt für mobile Geräte einzudringen - allerdings bisher quasi erfolglos. Selbst bei Tablets, die inzwischen mit Windows 8 auch über ein passendes x86-Betriebssystem verfügen, ist es allerdings fraglich, ob dies in nennenswertem Umfang gelingt. Wegen des höheren Preises wird hier vermutlich vor allem der Business-Bereich eine Rolle spielen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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