Opus: Freier Audio-Codec wird Internet-Standard
Die Die Internet Engineering Task Force (IETF) hat die Standardisierung des neuen Audio-Codecs Opus als Internet-Standard abgeschlossen. Dieser soll auch bei geringen Bitraten deutlich bessere Ergebnisse erzielen, als die bisher verfügbaren Technologien.
Insbesondere in der Sprachkommunikation über das Internet kann der Codec seine Stärken ausspielen. Aber auch für andere Anwendungen wie das Musikstreaming behauptet sich Opus klar gegen Codecs wie MP3, AAC oder Vorbis. Und dabei ist er unter einer freien Lizenz verfügbar, die nicht nur die kostenlose Nutzung, sondern auch die Modifikation erlaubt.
Die Spezifikation des Codecs und eine Referenzimplementierung wurden von der IETF nun als RFC 6716 veröffentlicht. Im Open Source-Browser Firefox und im Audio-Tool FFmpeg ist Opus bereits integriert. Der populäre Media-Player VLC will ebenfalls in Kürze ein Update herausgeben, in dem der Support für den Codec enthalten ist.
Open Source-Codecs, selbst das relativ populäre Vorbis-Format, hatten in der Vergangenheit stets Probleme sich durchzusetzen. Die meisten Anwendungen im Netz basieren weiterhin auf den geschützten Technologien aus der MPEG-Gruppe. Dies könnte sich mit Opus ändern, da erstmals ein Audio-Codec von der IETF offiziell als Standard für das Internet definiert wurde.
Opus im Vergleich zu anderen Codecs
Ein weiterer positiver Aspekt dürfte die Mitarbeit Microsofts sein, so dass Opus nicht nur auf die Unterstützung der letztlich doch mit relativ wenig Einfluss ausgestatteten Open Source-Gruppen bauen muss. Der Support aus Redmond kommt dabei nicht von ungefähr - immerhin liegen die Wurzeln des Codecs bei dem VoIP-Anbieter Skype, der inzwischen zu dem Software-Konzern gehört.
Die Standardisierung dürfte insbesondere bei der MPEG für Stirnrunzeln sorgen, die bisher mit ihren letztlich kostenpflichtigen Codecs das Netz dominierten. Zumindest im Audio-Bereich hat diese nun eine starke Konkurrenz erhalten, die frei nutzbar ist. Um allerdings eine noch breitere Anwendungs-Ebene abzudecken, müsste nun noch ein vergleichbarer Codec für Videos hinzukommen.
Die Spezifikation des Codecs und eine Referenzimplementierung wurden von der IETF nun als RFC 6716 veröffentlicht. Im Open Source-Browser Firefox und im Audio-Tool FFmpeg ist Opus bereits integriert. Der populäre Media-Player VLC will ebenfalls in Kürze ein Update herausgeben, in dem der Support für den Codec enthalten ist.
Open Source-Codecs, selbst das relativ populäre Vorbis-Format, hatten in der Vergangenheit stets Probleme sich durchzusetzen. Die meisten Anwendungen im Netz basieren weiterhin auf den geschützten Technologien aus der MPEG-Gruppe. Dies könnte sich mit Opus ändern, da erstmals ein Audio-Codec von der IETF offiziell als Standard für das Internet definiert wurde.
Opus im Vergleich zu anderen Codecs
Ein weiterer positiver Aspekt dürfte die Mitarbeit Microsofts sein, so dass Opus nicht nur auf die Unterstützung der letztlich doch mit relativ wenig Einfluss ausgestatteten Open Source-Gruppen bauen muss. Der Support aus Redmond kommt dabei nicht von ungefähr - immerhin liegen die Wurzeln des Codecs bei dem VoIP-Anbieter Skype, der inzwischen zu dem Software-Konzern gehört.
Die Standardisierung dürfte insbesondere bei der MPEG für Stirnrunzeln sorgen, die bisher mit ihren letztlich kostenpflichtigen Codecs das Netz dominierten. Zumindest im Audio-Bereich hat diese nun eine starke Konkurrenz erhalten, die frei nutzbar ist. Um allerdings eine noch breitere Anwendungs-Ebene abzudecken, müsste nun noch ein vergleichbarer Codec für Videos hinzukommen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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