Acer-CEO: Microsoft soll sich Surface 'gut überlegen'
Die Ankündigung eines eigenen Tablets (bzw. von zwei Geräten) kommt bei den Hardware-Partnern von Microsoft nicht gerade gut an. Nun sagte der Chef des taiwanesischen Herstellers Acer, dass sich die Redmonder sich Surface besser "zwei Mal" überlegen sollten.
In einem Interview mit der Wirtschaftszeitung 'Financial Times' sagte JT Wang, Chief Executive Officer (CEO) von Acer, dass die neue Konkurrenzsituation, die sich für die OEMs (Original Equipment Manufacturer) durch die Veröffentlichung der Surface-Tablets ergeben wird, "negativ auf das weltweite Ökosystem" auswirken würde.
Microsoft solle sich die für Oktober geplante Veröffentlichung der beiden Geräte (eines auf ARM-Basis, eines mit x86-Chipsatz) "bitte noch einmal gründlich überlegen, am besten zwei Mal", so Wang. Auch von anderen Marken könnte es eine "negative Reaktion" geben, was genau diese aussehen könnte, sagte Wang jedoch nicht.
Allerdings deutete Campbell Kan, Acers President for Personal Computer Global Operations, an, dass sich Acer künftig einen anderen Software-Partner suchen könnte. Kan dazu: "Wenn Microsoft ins Hardware-Geschäft einsteigt, was sollen wir dann machen? Sollen wir uns weiter auf Microsoft verlassen oder sollen wir uns nach Alternativen umsehen?"
Ob Wangs Meinung von allen Top-Managern des taiwanesischen Herstellers geteilt wird, ist nicht sicher: Mitte Juni hatte Stan Shih, Gründer des Unternehmens, noch erklärt, dass die Surface-Ankündigung zwar eine Überraschung gewesen sei, er aber nicht mit negativen Auswirkungen auf die Verkäufe der zahlreichen PC-Hersteller rechnet. Shih begründete seine Aussage mit der Einschätzung, dass Microsoft gar nicht vorhabe, die Geräte im großen Stil zu verkaufen, sondern damit vor allem die Adaption von Windows 8 beschleunigen wolle.
Anders sah die Sache Ende Juni der ehemalige AMD-Manager und heutige Analyst Patrick Moorhead: Dieser sagte, dass Microsoft seine OEM-Partner "betrogen" habe und diese insgeheim sehr wütend seien. Auch das Redmonder Unternehmen ist sich intern offenbar bewusst, dass die Surface-Strategie riskant ist: In einem Dokument an die US-Börsenbehörde schreibt Microsoft, dass man mit Surface den einen oder anderen Partner vergrämen könnte.
Microsoft solle sich die für Oktober geplante Veröffentlichung der beiden Geräte (eines auf ARM-Basis, eines mit x86-Chipsatz) "bitte noch einmal gründlich überlegen, am besten zwei Mal", so Wang. Auch von anderen Marken könnte es eine "negative Reaktion" geben, was genau diese aussehen könnte, sagte Wang jedoch nicht.
Allerdings deutete Campbell Kan, Acers President for Personal Computer Global Operations, an, dass sich Acer künftig einen anderen Software-Partner suchen könnte. Kan dazu: "Wenn Microsoft ins Hardware-Geschäft einsteigt, was sollen wir dann machen? Sollen wir uns weiter auf Microsoft verlassen oder sollen wir uns nach Alternativen umsehen?"
Ob Wangs Meinung von allen Top-Managern des taiwanesischen Herstellers geteilt wird, ist nicht sicher: Mitte Juni hatte Stan Shih, Gründer des Unternehmens, noch erklärt, dass die Surface-Ankündigung zwar eine Überraschung gewesen sei, er aber nicht mit negativen Auswirkungen auf die Verkäufe der zahlreichen PC-Hersteller rechnet. Shih begründete seine Aussage mit der Einschätzung, dass Microsoft gar nicht vorhabe, die Geräte im großen Stil zu verkaufen, sondern damit vor allem die Adaption von Windows 8 beschleunigen wolle.
Anders sah die Sache Ende Juni der ehemalige AMD-Manager und heutige Analyst Patrick Moorhead: Dieser sagte, dass Microsoft seine OEM-Partner "betrogen" habe und diese insgeheim sehr wütend seien. Auch das Redmonder Unternehmen ist sich intern offenbar bewusst, dass die Surface-Strategie riskant ist: In einem Dokument an die US-Börsenbehörde schreibt Microsoft, dass man mit Surface den einen oder anderen Partner vergrämen könnte.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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