Apple-Kontrakt treibt Umbau von TomTom voran
Die Entscheidung des US-Computerkonzerns Apple, die Landkarten für das iPhone und das iPad sowie Verkehrsdaten zukünftig von TomTom zu beziehen, beschleunigt den Umbau des niederländischen Herstellers von Navigationsgeräten zum Geodaten-Lieferanten.
"Das ist ein gutes, wichtiges Geschäft, das große Auswirkungen auf unsere Unternehmensstrategie hat", erklärte der TomTom-Chef und Mitgründer Harold Goddijn im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin 'Capital' (kommende Ausgabe). Die Entscheidung von Apple komme für TomTom zum richtigen Zeitpunkt. Denn das klassische Navigationsgeräte-Geschäft leidet unter den immer leistungsfähigeren Smartphones, für die es inzwischen preisgünstige und ausgereifte Navigations-Software gibt.
"Wir machen ohne Zweifel die schwierigste Phase unserer Geschichte durch", sagte Goddijn gegenüber dem Magazin. Erst kürzlich hatte TomTom wegen des Umsatzeinbruchs 450 Stellen streichen müssen. Goddijn beziffert den Umsatzanteil des klassischen Navigationsgeräte-Geschäfts auf nur noch 30 Prozent. Darin nicht eingerechnet sind allerdings Einbaugeräte, die TomTom an Autohersteller wie Opel, Toyota oder Renault liefert.
Ausbauen will der TomTom-Chef vor allem digitale Geodaten-Dienste, die es beispielsweise Unternehmen erlauben, ihren gesamten Fuhrpark effizienter zu steuern. Spürbar laste inzwischen auch die Eurokrise auf dem Unternehmen aus Amsterdam: "Wir verzeichnen einen massiven Nachfrage-Einbruch in Südeuropa", sagte Goddijn in dem Interview.
Schlimmer sei aber die Unsicherheit darüber, wie es mit der europäischen Währung weitergehe. Sollte nur Griechenland die Euro-Zone verlassen, "können wir damit umgehen", erklärt der TomTom-Chef. Für den Fall eines Zerbrechens der Währungsunion seien aber "die Folgen unabsehbar". Goddijn: "Wenn der Euro zusammenbricht, weiß ich nicht, was wir noch tun können."
"Wir machen ohne Zweifel die schwierigste Phase unserer Geschichte durch", sagte Goddijn gegenüber dem Magazin. Erst kürzlich hatte TomTom wegen des Umsatzeinbruchs 450 Stellen streichen müssen. Goddijn beziffert den Umsatzanteil des klassischen Navigationsgeräte-Geschäfts auf nur noch 30 Prozent. Darin nicht eingerechnet sind allerdings Einbaugeräte, die TomTom an Autohersteller wie Opel, Toyota oder Renault liefert.
Ausbauen will der TomTom-Chef vor allem digitale Geodaten-Dienste, die es beispielsweise Unternehmen erlauben, ihren gesamten Fuhrpark effizienter zu steuern. Spürbar laste inzwischen auch die Eurokrise auf dem Unternehmen aus Amsterdam: "Wir verzeichnen einen massiven Nachfrage-Einbruch in Südeuropa", sagte Goddijn in dem Interview.
Schlimmer sei aber die Unsicherheit darüber, wie es mit der europäischen Währung weitergehe. Sollte nur Griechenland die Euro-Zone verlassen, "können wir damit umgehen", erklärt der TomTom-Chef. Für den Fall eines Zerbrechens der Währungsunion seien aber "die Folgen unabsehbar". Goddijn: "Wenn der Euro zusammenbricht, weiß ich nicht, was wir noch tun können."
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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