Versandhändler Neckermann.de vom Aus bedroht

Der Versandhändler Neckermann.de kämpft derzeit ums Überleben: Nachdem gestern Verhandlungen über einen weitreichenden Stellenabbau gescheitert sind, sind nun alle Mitarbeiter vom Aus bedroht.
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Wie unter anderem 'Heise' berichtet, sind nun alle 2400 Stellen bei Neckermann.de gefährdet. Der Versandhändler hatte gestern bekannt gegeben, dass die Verhandlungen über den Abbau von 1380 Jobs gescheitert seien. Als Grund für das Scheitern der Gespräche wird angegeben, dass die Gewerkschaft Verdi und der Neckermann.de-Betriebsrat Abfindungen für die betroffenen Mitarbeiter verlangt haben, das Unternehmen aber "keinen finanziellen Spielraum" dafür habe.

Die Zukunft von Neckermann.de ist derzeit ungewiss. Der derzeitige Besitzer des Unternehmens, der US-Investor Sun Capital, hatte im Frühjahr noch angekündigt, im Falle von erfolgreichen Sanierungsmaßnahmen weitere 25 Millionen Euro zu investieren. Nun befürchtet man aber Klagen von entlassenen Mitarbeitern, diese gefährden allerdings die Zukunft des Versandhändlers und schrecken zudem mögliche Investoren ab, heißt es.

Neckermann ist seit 1995 im Internet mit einem Online-Shop vertreten und erwirtschaftet eigenen Angaben zufolge inzwischen rund 80 Prozent des Umsatzes über das Netz. Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten wechselte das Unternehmen mehrmals den Besitzer, seit 2007 gehört Neckermann dem US-Investor Sun Capital.
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