Festplatten-Hersteller halten Preise künstlich hoch
Die Festplattenindustrie erholt sich zwar zusehends von den Folgen der Flutkatastrophe, die im vergangenen Jahr Thailand, eine der wichtigsten Regionen dieser Branche, traf, trotzdem bleiben die Preise für die Speichermedien noch längere Zeit auf einem hohen Niveau.
Nach einer Prognose des Marktforschungsunternehmens IHS iSuppli bleiben Festplatten noch bis zum Jahr 2014 teurer als vor den starken Überschwemmungen, die eine ganze Reihe von Werken der Hersteller und Komponenten-Zulieferer zerstörte.
Im dritten Quartal des letzten Jahres verzeichneten die Marktforscher noch einen branchenweiten Durchschnittspreis von 51 Dollar für alle verkauften Festplatten. Nach der Flut stieg dieser Wert schnell und erreichte für das vierte Quartal 2011 die 66-Dollar-Marke, auf der er auch in den ersten drei Monaten des Jahres verharrte. Im laufenden zweiten Quartal wird nun ein nur wenig kleinerer Betrag von 65 Dollar erwartet.
Der Preisanstieg wurde vor allem durch die Knappheit an Festplatten nach der Flut verursacht. Die Lieferkapazitäten aller Hersteller zusammengenommen waren um 29 Prozent geschrumpft. Allerdings normalisiert sich die Lage langsam wieder. Aktuell ist davon auszugehen, dass im dritten Quartal wieder das Vorkrisen-Niveau erreicht wird.
Schon im ersten Quartal kletterten die Liefermengen im Vergleich zum Vorquartal um 18 Prozent auf 145 Millionen Festplatten. Im aktuellen Jahresviertel ist ein weiteres Plus von rund 10 Prozent auf 159 Millionen Stück zu erwarten, die gleiche Steigerung wird außerdem für das dritte Quartal angenommen, was dann mit 173 Millionen Speichermedien etwas mehr wäre, als im dritten Quartal 2011.
Das bedeutet aber eben nicht, dass sich im gleichen Zuge auch die Preise stabilisieren - denn die Hersteller finden sich in einer Situation, in der sie letztlich gut an den Folgen der Krise verdienen. "Die Festplatten-Produzenten haben mehr Kontrolle über die Preisgestaltung als 2011, was es ihnen erlaubt, die Preise hoch zu halten", erklärte IHS-Analyst Fang Zhang.
Der Grund dafür liegt in der starken Konsolidierung der Branche. Nachdem kleinere Konkurrenten wie Samsungs HDD-Sparte und Hitachi Global Storage Technology von Seagate beziehungsweise Western Digital geschluckt wurden, können die beiden großen Anbieter quasi allein die Preise diktieren, ohne dass dadurch kleinere Wettbewerber ihnen mit günstigeren Angeboten in die Quere kommen könnten.
WinFuture Preisvergleich: Festplatten
Im dritten Quartal des letzten Jahres verzeichneten die Marktforscher noch einen branchenweiten Durchschnittspreis von 51 Dollar für alle verkauften Festplatten. Nach der Flut stieg dieser Wert schnell und erreichte für das vierte Quartal 2011 die 66-Dollar-Marke, auf der er auch in den ersten drei Monaten des Jahres verharrte. Im laufenden zweiten Quartal wird nun ein nur wenig kleinerer Betrag von 65 Dollar erwartet.
Der Preisanstieg wurde vor allem durch die Knappheit an Festplatten nach der Flut verursacht. Die Lieferkapazitäten aller Hersteller zusammengenommen waren um 29 Prozent geschrumpft. Allerdings normalisiert sich die Lage langsam wieder. Aktuell ist davon auszugehen, dass im dritten Quartal wieder das Vorkrisen-Niveau erreicht wird.
Schon im ersten Quartal kletterten die Liefermengen im Vergleich zum Vorquartal um 18 Prozent auf 145 Millionen Festplatten. Im aktuellen Jahresviertel ist ein weiteres Plus von rund 10 Prozent auf 159 Millionen Stück zu erwarten, die gleiche Steigerung wird außerdem für das dritte Quartal angenommen, was dann mit 173 Millionen Speichermedien etwas mehr wäre, als im dritten Quartal 2011.
Das bedeutet aber eben nicht, dass sich im gleichen Zuge auch die Preise stabilisieren - denn die Hersteller finden sich in einer Situation, in der sie letztlich gut an den Folgen der Krise verdienen. "Die Festplatten-Produzenten haben mehr Kontrolle über die Preisgestaltung als 2011, was es ihnen erlaubt, die Preise hoch zu halten", erklärte IHS-Analyst Fang Zhang.
Der Grund dafür liegt in der starken Konsolidierung der Branche. Nachdem kleinere Konkurrenten wie Samsungs HDD-Sparte und Hitachi Global Storage Technology von Seagate beziehungsweise Western Digital geschluckt wurden, können die beiden großen Anbieter quasi allein die Preise diktieren, ohne dass dadurch kleinere Wettbewerber ihnen mit günstigeren Angeboten in die Quere kommen könnten.
WinFuture Preisvergleich: Festplatten
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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