HPI hat Schufa-Forschungsprojekt heute gekündigt
Nach einem kollektiven Aufschrei von Datenschützern, Politikern und der Netzcommunity über die Pläne der Schufa, zukünftig auch Spuren, die Anwender im Netz hinterlassen, zur Einstufung der Kreditwürdigkeit hinzuzuziehen, hat sich der Forschungspartner nun kurzerhand zurückgezogen.
Offenbar bekam man in Potsdam recht schnell kalte Füße, denn soeben erklärte das Hasso-Plattner-Institut (HPI), dass der bestehende Vertrag über eine Zusammenarbeit bei der Grundlagenforschung rund um technische Verarbeitung öffentlicher Web-Daten heute gekündigt wurde.
Der 'NDR' hatte interne Papiere aufgedeckt, nach denen die Forschung auf dem Gebiet bei weitem nicht nur darauf abzielte, theoretische Erkenntnisse zu gewinnen, sondern ein praktisches Ziel hatte: Die Durchleuchtung von Millionen Bürgern anhand ihrer Social Networking-Daten und anderer im Internet hinterlassenen Informationen zur Einstufung der Kreditwürdigkeit. Immerhin wurde unter anderem darauf eingegangen, dass für manche Datensammlungen womöglich Fake-Accounts eingesetzt werden müssten, um die Aktivitäten im Verborgenen zu halten.
"Angesichts mancher Missverständnisse in der Öffentlichkeit über den vereinbarten Forschungsansatz und darauf aufbauender Reaktionen könne ein solches wissenschaftliches Projekt nicht unbelastet und mit der nötigen Ruhe durchgeführt werden", erklärte HPI-Direktor Christoph Meinel.
Vermutlich ging es dem HPI dabei allerdings nicht ausschließlich um die nun fehlende Möglichkeit, unbelastet forschen zu können. Man sah wohl auch das gute Image des renommierten Informatik-Instituts bedroht. Immerhin stellte man direkt im Zusammenhang mit der Information über die Kündigung heraus, dass die Einrichtung den Status eines universitären Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering inne hat. Diese Reputation wollte man in der Öffentlichkeit wohl nicht aufs Spiel setzen, indem man daran festhält, der Schufa bei der Durchleuchtung zahlreicher Nutzer zu helfen.
Der 'NDR' hatte interne Papiere aufgedeckt, nach denen die Forschung auf dem Gebiet bei weitem nicht nur darauf abzielte, theoretische Erkenntnisse zu gewinnen, sondern ein praktisches Ziel hatte: Die Durchleuchtung von Millionen Bürgern anhand ihrer Social Networking-Daten und anderer im Internet hinterlassenen Informationen zur Einstufung der Kreditwürdigkeit. Immerhin wurde unter anderem darauf eingegangen, dass für manche Datensammlungen womöglich Fake-Accounts eingesetzt werden müssten, um die Aktivitäten im Verborgenen zu halten.
"Angesichts mancher Missverständnisse in der Öffentlichkeit über den vereinbarten Forschungsansatz und darauf aufbauender Reaktionen könne ein solches wissenschaftliches Projekt nicht unbelastet und mit der nötigen Ruhe durchgeführt werden", erklärte HPI-Direktor Christoph Meinel.
Vermutlich ging es dem HPI dabei allerdings nicht ausschließlich um die nun fehlende Möglichkeit, unbelastet forschen zu können. Man sah wohl auch das gute Image des renommierten Informatik-Instituts bedroht. Immerhin stellte man direkt im Zusammenhang mit der Information über die Kündigung heraus, dass die Einrichtung den Status eines universitären Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering inne hat. Diese Reputation wollte man in der Öffentlichkeit wohl nicht aufs Spiel setzen, indem man daran festhält, der Schufa bei der Durchleuchtung zahlreicher Nutzer zu helfen.
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