Australien: Polizei der Softwarepiraterie beschuldigt
Die Polizei des australischen Bundesstaats New South Wales (NSW) hat ein Problem. Die Behörde wird von dem britischen Softwarehersteller Micro Focus verklagt, weil sie dessen Produkte an tausenden Arbeitsplätzen illegal eingesetzt hat.
Wie der australische Fernsehsender 'ABC News' berichtet, verlangt Micro Focus Schadenersatz in Höhe von umgerechnet mindestens 7,82 Millionen Euro. Die Polizei von New South Wales hat nach Ansicht des Unternehmens für mehr als ein Jahrzehnt illegale Kopien der Software von Micro Focus eingesetzt, um ihre Ermittlungsdatenbank COPS (Computerised Operational Police System) zu betreiben.
Die Software, um die es geht, trägt den Namen ViewNow und wird auf den Mainframes der NSW Police eingesetzt, seitdem sie im Jahr 1998 die COPS-Datenbank einführte. COPS speichert vertrauliche Informationen über alle Bürger des Bundesstaats New South Wales, darunter Führungszeugnisse und Daten zu den Opfern von Straftaten.
Nach Angaben von Micro Focus hatte die Polizei von New South Wales nicht nur illegale Kopien von ViewNow angefertigt, sondern diese auch an andere Ermittlungsbehörden weitergegeben. Dadurch werden die Kopien inzwischen auch von der für den Betrieb von Gefängnissen zuständigen Behörde eingesetzt.
Micro Focus hatte mit der Polizei von New South Wales urpsprünglich einen Vertrag über 6500 Lizenzen für ViewNow abgeschlossen. Angeblich ist die Software aber mittlerweile auf mehr als 16.000 Computern der Polizei installiert, für die keine Lizenzen erworben wurden. Zunächst hatte das Unternehmen noch auf eine gütliche Einigung gehofft, doch die entsprechenden Verhandlungen sind inzwischen gescheitert.
Zunächst behauptete die Behörde angeblich, dass die Dokumente des ursprünglich abgeschlossenen Vertrags nicht mehr vorliegen würden. Anschließend versuchte die NSW Police angeblich eine Untersuchung der Missstände auf rechtlichem Wege zu verhindern, indem behauptet wurde, dazu sei eine richterliche Anordnung nötig. Letztlich begann die Behörde sogar, die illegalen Kopien zu deinstallieren.
Vor Gericht erklärten die Vertreter der Polizei im Rahmen der bereits im letzten Jahr von Micro Focus angestrengten Klage, dass der Behörde nichts von der begrenzten Zahl der Lizenzen gewusst habe. Stattdessen sei man davon ausgegangen, die Software nach Belieben vervielfältigen zu können. Durch eine außergerichtliche Einigung wurde der Streit dann zumindest im Fall der anderen Behörden zunächst beigelegt, doch die NSW Police selbst versucht angeblich, eine Entscheidung herauszuzögern.
Unterdessen weitet sich das Problem offenbar aus, weil Micro Focus eine neue Klage anstrengen will. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Polizei von New South Wales begonnen hat, die illegalen Kopien von ViewNow durch eine neue Software zu ersetzen, für die man ebenfalls keine ordnungsgemäßen Lizenzen erworben hat.
Die neue Software stammt angeblich von einer der anderen Behörden und wird seit dem letzten Jahr von der Polizei eingesetzt - auch in diesem Fall wegen fehlender Lizenzen illegal. Die NSW Police streitet unterdessen ab, überhaupt gegen die Verträge mit Micro Focus verstoßen zu haben und will sich vor Gericht mit allen Mitteln zur Wehr setzen.
Die Software, um die es geht, trägt den Namen ViewNow und wird auf den Mainframes der NSW Police eingesetzt, seitdem sie im Jahr 1998 die COPS-Datenbank einführte. COPS speichert vertrauliche Informationen über alle Bürger des Bundesstaats New South Wales, darunter Führungszeugnisse und Daten zu den Opfern von Straftaten.
Nach Angaben von Micro Focus hatte die Polizei von New South Wales nicht nur illegale Kopien von ViewNow angefertigt, sondern diese auch an andere Ermittlungsbehörden weitergegeben. Dadurch werden die Kopien inzwischen auch von der für den Betrieb von Gefängnissen zuständigen Behörde eingesetzt.
Micro Focus hatte mit der Polizei von New South Wales urpsprünglich einen Vertrag über 6500 Lizenzen für ViewNow abgeschlossen. Angeblich ist die Software aber mittlerweile auf mehr als 16.000 Computern der Polizei installiert, für die keine Lizenzen erworben wurden. Zunächst hatte das Unternehmen noch auf eine gütliche Einigung gehofft, doch die entsprechenden Verhandlungen sind inzwischen gescheitert.
Zunächst behauptete die Behörde angeblich, dass die Dokumente des ursprünglich abgeschlossenen Vertrags nicht mehr vorliegen würden. Anschließend versuchte die NSW Police angeblich eine Untersuchung der Missstände auf rechtlichem Wege zu verhindern, indem behauptet wurde, dazu sei eine richterliche Anordnung nötig. Letztlich begann die Behörde sogar, die illegalen Kopien zu deinstallieren.
Vor Gericht erklärten die Vertreter der Polizei im Rahmen der bereits im letzten Jahr von Micro Focus angestrengten Klage, dass der Behörde nichts von der begrenzten Zahl der Lizenzen gewusst habe. Stattdessen sei man davon ausgegangen, die Software nach Belieben vervielfältigen zu können. Durch eine außergerichtliche Einigung wurde der Streit dann zumindest im Fall der anderen Behörden zunächst beigelegt, doch die NSW Police selbst versucht angeblich, eine Entscheidung herauszuzögern.
Unterdessen weitet sich das Problem offenbar aus, weil Micro Focus eine neue Klage anstrengen will. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Polizei von New South Wales begonnen hat, die illegalen Kopien von ViewNow durch eine neue Software zu ersetzen, für die man ebenfalls keine ordnungsgemäßen Lizenzen erworben hat.
Die neue Software stammt angeblich von einer der anderen Behörden und wird seit dem letzten Jahr von der Polizei eingesetzt - auch in diesem Fall wegen fehlender Lizenzen illegal. Die NSW Police streitet unterdessen ab, überhaupt gegen die Verträge mit Micro Focus verstoßen zu haben und will sich vor Gericht mit allen Mitteln zur Wehr setzen.
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