Salman Rushdie setzt sich gegen Facebook durch

Der indisch-britische Autor Salman Rushdie hat sich in einem Echtnamen-Streit gegenüber Facebook durchgesetzt. Er darf nun auf der Profilseite seinen Autorennamen Salman statt seines (ersten) Vornamens Ahmed verwenden.
Internet, Facebook, Social Network, soziales Netzwerk, Social Media
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Der in Bombay geborene Schriftsteller hat per 'Twitter' bekannt gegeben, dass er von Facebook endlich die Erlaubnis bekommen habe, sich auch auf der Profilseite des sozialen Netzwerkes so nennen zu dürfen, wie ihn Leser auf der ganzen Welt kennen: Salman Rushdie. Salman RushdieSalman Rushdie vermeldete via Twitter den Erfolg über Facebook Der Autor weltberühmter Werke wie "Die satanischen Verse" und "Mitternachtskinder" hatte vor geraumer Zeit Facebook gebeten, seinen Autorennamen verwenden zu dürfen. Der ist auch "echt", bei Salman handelt es sich nämlich um seinen Mittelnamen. Doch weil die Klarnamen-Richtlinien von Facebook sehr strikt sind, haben die Verantwortlichen des sozialen Netzwerks auf Ahmed Rushdie bestanden. Das führte zu einem langen Streit zwischen Rushdie und Facebook, der 64-Jährige berichtete auch regelmäßig via Twitter (@SalmanRushdie) darüber.

Vergangenes Wochenende habe Facebook die Seite des 64-Jährigen sogar komplett abgeschaltet, berichtete Rushdie: "Sie glaubten mir nicht, dass ich ich bin." Daraufhin habe er den Verantwortlichen eine Kopie seines Passes geschickt. Daraufhin wurde die Facebook-Seite zwar wieder reaktiviert, jedoch nur als Achmed Rushdie.

Verärgert beschloss der vielfach ausgezeichnete Schriftsteller, sich im "Twitterverse" über die Angelegenheit lustig zu machen: Er stellt sich die Frage, ob sich (der erste FBI-Direktor) J. Edgar Hoover auf Facebook John Hoover hätte nennen müssen oder ob man Schriftsteller F. Scott Fitzgerald ("Der große Gatsby") zum Francis Fitzgerald gemacht hätte. Dadurch löste er einen (kleinen) Shitstorm aus, Rushdies Twitter-Anhänger verbreiteten die Tweets und zwangen Facebook so zum Einlenken. Der Autor zeigte sich entsprechend erleichtert und schrieb; "Ich bin ja so froh. Eine Identitätskrise in meinem Alter ist nicht lustig."
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