Osram trägt den Streit mit LG nach Südkorea

Der Lampenhersteller Osram trägt den Konflikt mit dem südkoreanischen Elektronikkonzern LG nun auch auf dessen Heimatterritorium. Wie das Unternehmen mitteilt, habe man sich in der Auseinandersetzung über Patente nun auch an die Justiz in Südkorea gewandt. Vor einiger Zeit hatte Osram schon in den USA und Deutschland Klagen eingereicht und diese mit der Forderung nach Schadensersatz und Importverboten verbunden. Auch der LG-Konkurrent Samsung geriet dabei mit ins Fadenkreuz.

Allerdings scheinen insbesondere zwischen Osram und LG die Fronten verhärtet zu sein. In Südkorea versucht man nun zu erreichen, dass die Gerichte gleich ein Exportverbot für weiße Leuchtdioden der Konzerntochter LG Innotek aussprechen. Dadurch müsste man nicht noch in weiteren Ländern gegen das Unternehmen vorgehen.

In dem Rechtsstreit geht es um Methoden, blaue LEDs so zu modifizieren, dass die weißes Licht abgeben. Entsprechende Leuchtmittel kommen unter anderem in den Hintergrundbeleuchtungen für LCD-Fernseher zum Einsatz, die von LG weltweit vertrieben werden.

Urprünglich verfügte LG nach Angaben Osrams durchaus über die Nutzungsrechte für die entsprechenden Technologien. Die Verträge seien vor einiger Zeit aber aufgekündigt und die Zahlung von Lizenzgebühren eingestellt worden.

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