Analyst: Android bringt Microsoft mehr ein als WP7

Nach Einschätzung von Analysten verdient Microsoft mit den Lizenzgebühren, die Hersteller von Android-Geräten wegen drohender Patentklagen zahlen, mehr als mit dem Verkauf der Lizenzen für sein hauseigenes mobiles Betriebssystem Windows Phone.
Smartphone, Htc, Windows Phone 7
HTC
Wie der Analyst Horace Dediu vom Beratungsunternehmen Asymco per Twitter verlauten ließ, erzielte Microsoft mit dem Verkauf von rund 1,4 Millionen Geräten mit Windows Phone 7 im zweiten Quartal 2011 Einnahmen in Höhe von rund 21 Millionen Dollar. Dabei setzt Dediu einen Lizenzpreis von 15 Dollar pro Smartphone voraus.

Durch sein Patentabkommen mit dem taiwanischen Smartphonehersteller HTC erhielt das Unternehmen jedoch rund 60 Millionen Dollar. Hintergrund ist der Umstand, dass HTC im zweiten Quartal rund 12,1 Millionen Smartphones verkauft hat, auf denen fast ausschließlich Android läuft. HTC hatte vor einiger Zeit durchblicken lassen, dass man pro Gerät rund 5 Dollar an Patentlizenzgebühren an Microsoft abführt. Dediu geht daher von rund 60 Millionen Dollar Einnahmen für Microsoft aus.

Nach Auffassung Dedius hat Microsoft somit fast drei Mal so viel durch seine Patentgebühren auf Android-Geräte verdient wie mit dem Vertrieb von Windows Phone. Die Angaben basieren auf den Schätzungen der Marktbeobachter von Canalys und von HTC für das zweite Quartal genannten Verkaufszahlen. Dabei ist zu bedenken, dass HTC auch Geräte mit Windows Phone und Qualcomms Brew MP-Plattform im Sortiment hat.
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