Das Internet verändert unsere Merkfähigkeit
Die ständige Verfügbarkeit eines Zugangs zum Internet führt zu Veränderungen in der Fähigkeit des menschlichen Gehirns, Informationen zu speichern. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Wissenschaftler an der Universität von Columbia durchgeführt haben.
Mit vier verschiedenen Experimenten untersuchte man, wie Menschen die Art, sich Dinge zu merken, verändern, wenn bei ihrer Tätigkeit Computer beteiligt sind. "Das Aufkommen des Internets mit seinen ausgefeilten Suchmaschinen-Algorithmen hat Informationen mit einem einfachen Fingertipp zugänglich gemacht", heißt es in der Publikation "Google Effects on Memory: Cognitive Consequences of Having Information at Our Fingertips", die im Wissenschaftsmagazin 'Science' veröffentlicht wurde.
Es gebe heute in der Regel kaum noch die Notwendigkeit, Energie in die langfristige Speicherung bestimmter Informationen zu stecken. Das sei nicht einmal ein bewusster Prozess. Bei allen vier Experimenten habe sich gezeigt, dass die Testpersonen sich deutlich weniger selbst merkten, wenn sie in der Gewissheit waren, die Informationen später erneut von einem Computer abrufen zu können.
Wie die Forscher ausführten, habe sich das Internet somit schon zur primären Form einer externen Gedächtniserweiterung entwickelt. Das grundlegende Prinzip hinter diesem Effekt ist nicht unbedingt neu. So beobachtete man schon früher, dass in langjährigen Beziehungen zwar beide Partner durchaus ein gemeinsames Hobby teilen können, sich aber nur einer umfangreiche Details merkt, während der andere sich mit auf das Gedächtnis des Partners stützt.
Mit der ständigen Verfügbarkeit von Internet-Zugängen nimmt dieser Effekt in der heutigen Zeit aber viel umfassendere Formen an. Das Gehirn strukturiert sich stattdessen so, dass es effektivere Methoden für das Finden der richtigen Informationen speichert.
Es gebe heute in der Regel kaum noch die Notwendigkeit, Energie in die langfristige Speicherung bestimmter Informationen zu stecken. Das sei nicht einmal ein bewusster Prozess. Bei allen vier Experimenten habe sich gezeigt, dass die Testpersonen sich deutlich weniger selbst merkten, wenn sie in der Gewissheit waren, die Informationen später erneut von einem Computer abrufen zu können.
Wie die Forscher ausführten, habe sich das Internet somit schon zur primären Form einer externen Gedächtniserweiterung entwickelt. Das grundlegende Prinzip hinter diesem Effekt ist nicht unbedingt neu. So beobachtete man schon früher, dass in langjährigen Beziehungen zwar beide Partner durchaus ein gemeinsames Hobby teilen können, sich aber nur einer umfangreiche Details merkt, während der andere sich mit auf das Gedächtnis des Partners stützt.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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