Kroes: Bedingungen für europäisches Netflix schaffen

Neelie Kroes, die EU-Kommissarin für die digitale Agenda, will die starke Fragmentierung der Rechteverwerter in Europa in Angriff nehmen und hier einheitlichere Standards verankern. Sie äußerte sich sehr unzufrieden über die aktuelle Entwicklung im Markt für Online-Entertainment. Es sei kein Zufall, dass es ein Angebot wie Netflix in Europa nicht gibt. Die US-Online-Videothek boomt auf der anderen Seite des Atlantik - bietet sie doch zu sehr günstigen Konditionen einen unbegrenzten Zugang zu Filmen. Dem Aufbau eines vergleichbaren Angebots in Europa wäre aber mit einem unabsehbaren Aufwand verbunden. Auch liegen die Zahlen von Musik-Downloads in den USA um ein Vierfaches höher als in Europa.

Schließlich ist für jeden der 27 Mitgliedsstaaten ein eigener Rechteverwerter zuständig. So können immer nur auf nationaler Ebene Lizenzabkommen abgeschlossen werden. Da diese dann jeweils für eine deutlich kleinere Kundenzahl gelten, können längst nicht so gute Konditionen ausgehandelt werden, wie es Netflix gelungen ist.

Kroes will deshalb endlich ein Projekt angehen, das in Brüssel schon mehrfach im Gespräch war. Zukünftig soll es möglich sein, mit einem Rechteverwerter Lizenzen für die Bereitstellung von Inhalten in ganz Europa auszuhandeln. Das soll die Online-Entertainment-Branche letztlich stärker voranbringen. Eu, Europa, Europäische Union, Flagge Eu, Europa, Europäische Union, Flagge Nicolas Raymond / Flickr
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