Mobilfunk: Forscherin kritisiert Krebs-"Panikmache"

Forschung & Wissenschaft Eine der Mitautorinnen einer kürzlich veröffentlichten Studie zur Krebsgefahr durch Mobiltelefonie hat die öffentliche Berichterstattung kritisiert. Bei dieser habe sie "ein wenig Panikmache" feststellen können. Maria Blettner, Epidemiologin an der Universität Mainz, leitete den deutschen Teil der in 14 Ländern durchgeführten Untersuchung, organisiert von einem Tochterinstitut der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Dem Nachrichtenmagazin 'Focus' sagte sie, dass sie der nun vorgenommenen Bilanz des Gesamtergebnisses nicht zustimme.

Die Berichterstattung lief darauf hinaus, dass die von Mobiltelefonen erzeugten elektromagnetischen Felder "möglicherweise krebserregend" seien. Blettner hatte in der Endredaktion der Studie ein Minderheitsvotum abgegeben. Sie sei der Ansicht, heraus komme vielmehr, dass es keine Hinweise auf ein erhöhtes Krebsrisiko gebe.

"Gäbe es ein echtes Risiko, müsste man das mittlerweile auch an den Erkrankungszahlen sehen", so Blettner. Dies sei aber nicht der Fall. In den vergangenen Jahren wurde eine ganze Reihe entsprechender Untersuchungen durchgeführt, die allerdings zu widersprüchlichen Ergebnissen kamen.
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