Japan: Engpässe bei Akkus & Displays befürchtet
Nach Angaben der Nachrichtenagentur 'Reuters' musste Toshiba eine Produktionslinie für kleine LCDs für einen Monat abschalten. Durch das Beben wurden in der Fabrik in der Nähe von Tokio Geräte beschädigt, die zunächst repariert werden müssen. Das Werk produziert normalerweise Displays für Smartphones und andere Geräte.
Auch der Konkurrent Hitachi musste die Fertigung in einem Werk in der Nähe von Tokio wegen der Folgen der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe vorläufig einstellen. Auch dort werden kleinere Displays produziert. Hitachi und Toshiba beliefern mit ihren Werken auch die Autoindustrie, die die Displays in Navigations- und Unterhaltungssystemen einsetzt. Hersteller wie Toyota, Honda und Mitsubishi haben die Fahrzeugproduktion aufgrund der Bebenfolgen aber ohnehin ausgesetzt.
Bei Lenovo fürchtet man vor allem längerfristige Engpässe bei Computerkomponenten, da einige Zulieferer Werke in Japan betreiben. So musste Sony als einer der größten Akkuhersteller der Welt eine ganze Reihe von Werken in Japan aufgrund des Erdbebens und der aktuellen Stromknappheit schließen. Die Computerhersteller müssen also davon ausgehen, dass es schwierig wird, die geplanten Lieferzahlen bei Notebooks zu erreichen, weil nicht genügend Akkus auf dem Markt verfügbar sein werden.
Letztlich könnten die Engpässe zu Preisanstiegen führen, die von den Herstellern nur teilweise abgefangen werden können. Langfristig müssen die Kunden also auch in Europa und den USA mit leicht steigenden Preisen rechnen, so Marktbeobachter.
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